Bundeshaushalt 2026: Über eine halbe Billion Euro – aber wo bleibt die Gerechtigkeit?
Arabische Übersetzung am Ende. الترجمة العربية موجودة أدناه.
Der Deutsche Bundestag debattiert derzeit über den Bundeshaushalt 2026, einen Etat mit einem Gesamtvolumen von 524 Milliarden Euro. Diese astronomische Summe wirft grundlegende Fragen auf: Wofür wird dieses Geld ausgegeben? Wer profitiert von diesen Investitionen? Und vor allem: Spiegelt dieser Haushalt die tatsächlichen Bedürfnisse der Menschen in unserem Land wider?
Die nackten Zahlen: Ein Haushalt der Superlative
Der Bundeshaushalt 2026 sieht Ausgaben in Höhe von 524 Milliarden Euro vor, bei geplanten Einnahmen von 495,1 Milliarden Euro. Das bedeutet eine Neuverschuldung von rund 28,9 Milliarden Euro – und das in Zeiten, in denen die Schuldenbremse eigentlich greifen sollte[1]. Zum Vergleich: Der Bundeshaushalt 2025 lag bei 488,6 Milliarden Euro, was einen deutlichen Anstieg von über 35 Milliarden Euro bedeutet[2].
Diese Zahlen mögen zunächst abstrakt wirken, doch dahinter verbergen sich konkrete politische Entscheidungen über Prioritäten und Werte unserer Gesellschaft. Die zentrale Frage lautet: Werden diese Mittel so eingesetzt, dass sie den Menschen in Deutschland wirklich zugutekommen?
Wo das Geld hinfließt: Eine kritische Bestandsaufnahme
Verteidigung und Rüstung: Massive Aufstockung
Einer der größten Posten im Bundeshaushalt 2026 ist der Verteidigungsetat. Für das Jahr 2026 sind Verteidigungsausgaben in Höhe von etwa 80 Milliarden Euro vorgesehen – ein historischer Höchststand[3]. Deutschland hat sich verpflichtet, die NATO-Vorgabe von zwei Prozent des Bruttoinlandsprodukts für Verteidigung zu erfüllen, was angesichts der geopolitischen Lage begründet wird.
Doch während Milliarden in Waffensysteme, Panzer und militärische Infrastruktur fließen, stellt sich die Frage: Wird damit wirklich unsere Sicherheit erhöht? Echte Sicherheit bedeutet für die Menschen in Deutschland auch soziale Sicherheit, Gesundheitsversorgung, bezahlbare Wohnungen und gute Bildung für ihre Kinder.
Soziales: Große Summen, unzureichende Wirkung
Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales verfügt traditionell über den größten Einzeletat. Für 2025 waren dies etwa 179 Milliarden Euro, wobei ein Großteil für die Rentenversicherung verwendet wird[4]. Doch trotz dieser enormen Summen leben in Deutschland weiterhin über 14 Millionen Menschen in Armut oder an der Armutsgrenze – das ist fast jeder Sechste[5].
Besonders alarmierend ist die Kinderarmut: Rund 2,9 Millionen Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren sind von Armut betroffen, das entspricht etwa 21,8 Prozent dieser Altersgruppe[6]. Die 2023 eingeführte Kindergrundsicherung sollte hier Abhilfe schaffen, doch die Umsetzung bleibt hinter den ursprünglichen Plänen zurück. Statt der geforderten 12 Milliarden Euro stehen deutlich weniger Mittel zur Verfügung[7].
Bildung: Das Stiefkind der Nation
Obwohl Bildung überwiegend Ländersache ist, hat der Bund durchaus Möglichkeiten zur Unterstützung. Der Bildungsetat des Bundes für 2025 betrug etwa 22,4 Milliarden Euro[8]. Das klingt nach viel, ist aber im Verhältnis zum Gesamthaushalt und zu den tatsächlichen Bedarfen erschreckend wenig.
Deutschland investiert insgesamt nur etwa 4,7 Prozent seines Bruttoinlandsprodukts in Bildung – deutlich unter dem OECD-Durchschnitt von 5,1 Prozent[9]. Die Folgen sind sichtbar: marode Schulgebäude, Lehrermangel, unzureichende digitale Ausstattung und wachsende Bildungsungleichheit. Kinder aus einkommensschwachen Familien haben nach wie vor deutlich schlechtere Bildungschancen als Kinder aus wohlhabenden Haushalten[10].
Pflege: Eine Krise mit Ansage
Die Pflegeversicherung steht vor massiven finanziellen Herausforderungen. Schon jetzt zeichnet sich ab, dass die Beiträge weiter steigen müssen, um die Versorgung zu sichern. Gleichzeitig fehlen in Deutschland schon heute etwa 200.000 Pflegekräfte, Tendenz steigend[11]. Die Arbeitsbedingungen in der Pflege sind oft miserabel: zu wenig Personal, zu wenig Zeit für die zu Pflegenden, zu geringe Bezahlung.
Trotz dieser dramatischen Lage sind die Investitionen in die Pflege völlig unzureichend. Die im Bundeshaushalt vorgesehenen Mittel zur Unterstützung der Pflegeversicherung reichen nicht aus, um die strukturellen Probleme zu lösen. Pflegebedürftige und ihre Angehörigen werden mit hohen Eigenanteilen allein gelassen – durchschnittlich müssen Heimbewohner mittlerweile über 2.800 Euro pro Monat selbst zahlen[12].
Wohnungsbau: Versprochene Offensive bleibt aus
Die Bundesregierung hatte sich das Ziel gesetzt, jährlich 400.000 neue Wohnungen zu schaffen, davon 100.000 Sozialwohnungen. Doch die Realität sieht anders aus: 2023 wurden nur etwa 295.000 Wohnungen fertiggestellt[13]. Die sozialen Wohnungsbauförderung ist chronisch unterfinanziert, während gleichzeitig immer mehr Sozialwohnungen aus der Bindung fallen.
Die Folge: Wohnen wird für viele Menschen unbezahlbar. In Großstädten geben Haushalte mit niedrigem Einkommen oft 50 Prozent oder mehr ihres Nettoeinkommens für die Miete aus[14]. Der soziale Wohnungsbau bräuchte eine massive Aufstockung der Mittel, doch im Bundeshaushalt bleibt er eine Randnotiz.
Die Schuldenfrage: Investieren oder Sparen?
Die Neuverschuldung von knapp 29 Milliarden Euro wird oft als unverantwortlich kritisiert. Doch diese Kritik greift zu kurz. Die entscheidende Frage ist nicht, ob Schulden gemacht werden, sondern wofür sie gemacht werden.
Schulden für Investitionen in Bildung, klimaneutrale Infrastruktur, bezahlbaren Wohnraum und ein funktionierendes Gesundheitssystem sind Investitionen in die Zukunft. Sie schaffen Werte, die kommenden Generationen zugutekommen. Schulden, die für Steuererleichterungen für Wohlhabende oder ineffiziente Subventionen verwendet werden, sind dagegen tatsächlich problematisch.
Die aktuelle Haushaltspolitik leidet unter einem grundlegenden Widerspruch: Einerseits wird die Schuldenbremse als sakrosankt behandelt, andererseits werden dringend notwendige Investitionen unterlassen. Das Ergebnis ist ein schleichender Verfall der öffentlichen Infrastruktur, des Bildungssystems und des Sozialstaats – eine Rechnung, die künftige Generationen teuer bezahlen werden.
Transparenz und Demokratie: Wer entscheidet wofür?
Ein fundamentales Problem der aktuellen Haushaltspolitik ist die mangelnde Transparenz. Zwar sind die großen Zahlen öffentlich einsehbar, doch die Details, wo genau das Geld landet und wer davon profitiert, bleiben oft im Dunkeln. Subventionen und Steuervergünstigungen summieren sich auf über 100 Milliarden Euro jährlich, doch eine systematische Überprüfung ihrer Wirksamkeit findet kaum statt[15].
Hinzu kommt die Macht von Lobbygruppen, die gezielt Einfluss auf Haushaltsentscheidungen nehmen. Während gut organisierte Industrieverbände direkten Zugang zu Ministerien haben, bleiben die Interessen von sozial Benachteiligten, Kindern oder Pflegebedürftigen oft ungehört.
Was eine gerechte Haushaltspolitik leisten muss
Ein Staatshaushalt ist mehr als eine technische Aufstellung von Einnahmen und Ausgaben. Er ist ein politisches Dokument, das die Prioritäten einer Gesellschaft widerspiegelt. Ein gerechter Haushalt muss sich an folgenden Prinzipien orientieren:
1. Menschen vor Prestige
Investitionen müssen sich daran messen lassen, ob sie das Leben der Menschen konkret verbessern. Prestigeprojekte, die vor allem der politischen Selbstdarstellung dienen, müssen zurückstehen hinter Investitionen in Bildung, Gesundheit, Pflege und bezahlbaren Wohnraum.
2. Prävention vor Reparatur
Viele gesellschaftliche Probleme sind hausgemacht: Kinderarmut führt zu Bildungsdefiziten, diese zu schlechteren Jobchancen, was wiederum Armut im Erwachsenenalter zur Folge hat. Investitionen in frühkindliche Bildung, in gute Schulen und in Ausbildungsplätze sind nicht nur gerecht, sondern auch ökonomisch sinnvoll. Sie verhindern hohe Folgekosten für Arbeitslosigkeit, Gesundheitsprobleme und soziale Konflikte.
3. Solidarität statt Konkurrenz
Ein gerechtes Steuersystem muss dafür sorgen, dass starke Schultern mehr tragen als schwache. Die Vermögensungleichheit in Deutschland hat ein historisches Ausmaß erreicht: Die reichsten zehn Prozent besitzen mehr als 60 Prozent des gesamten Nettovermögens[16]. Gleichzeitig sind die Steuern auf Vermögen und Erbschaften in den letzten Jahrzehnten kontinuierlich gesenkt worden.
Eine Vermögensteuer, eine reformierte Erbschaftsteuer und höhere Spitzensteuersätze könnten dem Staat die Einnahmen verschaffen, die für eine gerechte Politik nötig sind – ohne neue Schulden aufnehmen zu müssen.
4. Nachhaltigkeit und Generationengerechtigkeit
Gerechtigkeit bezieht sich nicht nur auf das Hier und Jetzt, sondern auch auf kommende Generationen. Das bedeutet: Investitionen in Klimaschutz, in nachhaltige Infrastruktur, in Bildung und Forschung. Es bedeutet aber auch: keine Politik auf Kosten der Zukunft durch Unterlassen notwendiger Investitionen.
5. Transparenz und Teilhabe
Haushaltspolitik darf keine Geheimwissenschaft sein. Bürgerinnen und Bürger haben ein Recht darauf zu erfahren, wofür ihr Steuergeld verwendet wird. Partizipative Budgetierung, wie sie in einigen Kommunen erprobt wird, könnte auch auf Bundesebene mehr demokratische Teilhabe ermöglichen[17].
Unsere konkreten Forderungen
Als Gerechtigkeitspartei – Team Todenhöfer fordern wir einen grundlegenden Kurswechsel in der Haushaltspolitik:
Bildung zur obersten Priorität machen: Mindestens sieben Prozent des BIP für Bildung und Forschung. Das bedeutet massive Investitionen in Schulen, Kitas, Hochschulen und lebenslanges Lernen. Bildung ist der Schlüssel zu individuellen Chancen und gesellschaftlichem Fortschritt.
Pflege endlich angemessen finanzieren: Eine Pflegevollversicherung, die pflegebedürftige Menschen und ihre Angehörigen nicht mehr mit unbezahlbaren Eigenanteilen belastet. Bessere Bezahlung und Arbeitsbedingungen für Pflegekräfte, um den Beruf wieder attraktiv zu machen.
Bezahlbaren Wohnraum schaffen: Mindestens 100.000 Sozialwohnungen pro Jahr neu bauen, langfristige Bindungen sicherstellen, Spekulation mit Wohnraum eindämmen. Wohnen ist ein Grundrecht, kein Spekulationsobjekt.
Kinderarmut bekämpfen: Eine echte Kindergrundsicherung, die allen Kindern ein gutes Aufwachsen ermöglicht, unabhängig vom Geldbeutel der Eltern. Kostenlose Kitas, Schulessen, Lernmittel und Freizeitangebote.
Transparenz schaffen: Offenlegung aller Subventionen und ihrer Wirksamkeit. Bürgerhaushalte auf Bundesebene einführen, damit Menschen mitentscheiden können, wofür Steuergelder verwendet werden.
Abrüstung statt Aufrüstung: Kritische Überprüfung der Rüstungsausgaben. Echte Sicherheit entsteht nicht durch immer mehr Waffen, sondern durch soziale Gerechtigkeit, Bildung und internationale Zusammenarbeit.
Fazit: Ein Haushalt als Spiegel unserer Werte
Der Bundeshaushalt 2026 mit seinen 524 Milliarden Euro könnte ein Instrument für mehr Gerechtigkeit, für bessere Bildung, für menschenwürdige Pflege und für bezahlbares Wohnen sein. Doch die aktuellen Prioritäten zeigen ein anderes Bild: Massive Investitionen in Rüstung, während soziale Sicherheit, Bildung und Pflege unterfinanziert bleiben.
Ein Staatshaushalt ist kein neutrales Zahlenwerk, sondern ein zutiefst politisches Dokument. Er zeigt, welche Werte eine Gesellschaft hat, wen sie schützt und fördert, wen sie vernachlässigt. Die aktuelle Haushaltspolitik offenbart eine gefährliche Schieflage: Prestige vor Menschen, Bilanzen vor Bedürfnissen, Schulden ohne Investitionen in die Zukunft.
Wir als Gerechtigkeitspartei – Team Todenhöfer stehen für eine andere Vision: Ein Haushalt muss der Beleg für Solidarität sein, nicht für Macht. Er muss in Menschen investieren, nicht in Prestigeprojekte. Er muss Gerechtigkeit schaffen, nicht Ungleichheit zementieren.
Die Debatte über den Bundeshaushalt 2026 ist eine Debatte über die Zukunft unseres Landes. Es geht um die Frage: In was für einer Gesellschaft wollen wir leben? In einer, die soziale Sicherheit, Bildung und Pflege als Kostenfaktoren betrachtet? Oder in einer, die in diese Bereiche als Grundlage für ein gutes Leben aller Menschen investiert?
Wir haben die Wahl. Und wir haben die Verantwortung, für eine gerechte Haushaltspolitik zu kämpfen – für die Menschen von heute und für die Generationen von morgen.
Quellenverzeichnis
[1] Bundesministerium der Finanzen (2025): Eckwerte zum Regierungsentwurf Bundeshaushalt 2026. Berlin.
[2] Bundesministerium der Finanzen (2024): Bundeshaushalt 2025 – Zahlen und Fakten. Berlin.
[3] Bundesministerium der Verteidigung (2025): Verteidigungshaushalt 2026 – Investitionen in Sicherheit. Berlin.
[4] Bundesministerium für Arbeit und Soziales (2024): Haushalt 2025 des BMAS. Berlin.
[5] Paritätischer Wohlfahrtsverband (2024): Armutsbericht 2024 – Armut in Deutschland auf Rekordhoch. Berlin.
[6] Bertelsmann Stiftung (2024): Factsheet Kinderarmut in Deutschland. Gütersloh.
[7] Deutscher Bundestag (2024): Gesetz zur Kindergrundsicherung – Drucksache 20/9824. Berlin.
[8] Bundesministerium für Bildung und Forschung (2024): Haushalt 2025. Berlin.
[9] OECD (2024): Education at a Glance 2024 – Germany. Paris.
[10] ifo Institut (2024): Bildungschancen in Deutschland – Eine empirische Analyse. München.
[11] Deutscher Pflegerat (2024): Fachkräftemangel in der Pflege – Zahlen und Fakten. Berlin.
[12] Verband der Ersatzkassen (2024): Entwicklung der Eigenanteile in der stationären Pflege. Berlin.
[13] Statistisches Bundesamt (2024): Bautätigkeit und Wohnungen – Fachserie 5 Reihe 1. Wiesbaden.
[14] Deutscher Mieterbund (2024): Wohnkostenbelastung in Deutschland. Berlin.
[15] Bundesrechnungshof (2024): Bemerkungen zur Haushalts- und Wirtschaftsführung des Bundes – Subventionsbericht. Bonn.
[16] DIW Berlin (2024): Vermögensungleichheit in Deutschland erreicht neuen Höchststand. DIW Wochenbericht 12/2024. Berlin.
[17] Bundeszentrale für politische Bildung (2024): Bürgerhaushalte in Deutschland – Erfahrungen und Perspektiven. Bonn.
الموازنة الاتحادية لعام 2026: أكثر من نصف تريليون يورو – لكن أين العدالة؟
يناقش البرلمان الألماني (البوندستاغ) حاليًا الموازنة الاتحادية لعام 2026، وهي موازنة يبلغ حجمها الإجمالي 524 مليار يورو. هذا الرقم الفلكي يثير تساؤلات جوهرية: في ماذا سيتم إنفاق هذه الأموال؟ من المستفيد من هذه الاستثمارات؟ والأهم من ذلك: هل تعكس هذه الموازنة فعليًا احتياجات الناس الحقيقية في بلدنا؟
الأرقام المجردة: موازنة من الأرقام القياسية
تنص الموازنة الاتحادية لعام 2026 على نفقات بقيمة 524 مليار يورو، مقابل إيرادات متوقعة تبلغ 495.1 مليار يورو. وهذا يعني اقتراضًا جديدًا بنحو 28.9 مليار يورو – في وقت كان من المفترض فيه أن يتم الالتزام بكبح الديون. وللمقارنة، بلغت موازنة عام 2025 نحو 488.6 مليار يورو، أي بزيادة تتجاوز 35 مليار يورو.
قد تبدو هذه الأرقام مجردة للوهلة الأولى، لكن خلفها قرارات سياسية ملموسة تتعلق بأولويات وقيم مجتمعنا. والسؤال المركزي هو: هل تُستخدم هذه الأموال بطريقة تعود بالنفع الحقيقي على الناس في ألمانيا؟
إلى أين تذهب الأموال؟ مراجعة نقدية
الدفاع والتسلح: زيادة هائلة
يُعد بند الدفاع أحد أكبر بنود موازنة 2026. فمن المخطط إنفاق نحو 80 مليار يورو على الدفاع – وهو رقم قياسي تاريخي. وقد التزمت ألمانيا بتحقيق هدف حلف الناتو المتمثل في إنفاق 2٪ من الناتج المحلي الإجمالي على الدفاع، وهو ما يُبرَّر بالوضع الجيوسياسي الحالي.
لكن بينما تُنفق المليارات على أنظمة الأسلحة والدبابات والبنية التحتية العسكرية، يبرز سؤال جوهري: هل يؤدي ذلك فعلًا إلى زيادة أمننا؟ فالأمن الحقيقي بالنسبة للناس في ألمانيا يعني أيضًا الأمن الاجتماعي، والرعاية الصحية، والسكن الميسور، والتعليم الجيد لأطفالهم.
القطاع الاجتماعي: مبالغ ضخمة وتأثير محدود
تمتلك وزارة العمل والشؤون الاجتماعية تقليديًا أكبر ميزانية منفردة. ففي عام 2025 بلغت نحو 179 مليار يورو، يُنفق معظمها على نظام التقاعد. ومع ذلك، ما زال أكثر من 14 مليون شخص في ألمانيا يعيشون في الفقر أو على حافته – أي ما يقارب شخصًا من كل ستة.
الأمر الأكثر إثارة للقلق هو فقر الأطفال: إذ يعاني نحو 2.9 مليون طفل وشاب دون 18 عامًا من الفقر، أي ما يعادل 21.8٪ من هذه الفئة العمرية. وكان من المفترض أن تساهم إعانة الأطفال الأساسية التي أُقرت عام 2023 في معالجة هذه المشكلة، إلا أن تنفيذها جاء دون مستوى الطموحات الأصلية، حيث لم تُخصص لها الأموال المطلوبة.
التعليم: الابن غير المدلل للأمة
رغم أن التعليم من اختصاص الولايات في الأساس، إلا أن للحكومة الاتحادية دورًا داعمًا. فقد بلغت ميزانية التعليم الاتحادية لعام 2025 نحو 22.4 مليار يورو. قد يبدو هذا رقمًا كبيرًا، لكنه ضئيل مقارنة بحجم الموازنة الكلية وبالاحتياجات الفعلية.
تستثمر ألمانيا نحو 4.7٪ فقط من ناتجها المحلي الإجمالي في التعليم، وهو أقل من متوسط دول منظمة التعاون الاقتصادي والتنمية البالغ 5.1٪. والنتائج واضحة: مبانٍ مدرسية متهالكة، نقص في المعلمين، ضعف في التجهيز الرقمي، وتزايد عدم تكافؤ الفرص التعليمية. ولا يزال أطفال الأسر ذات الدخل المنخفض يتمتعون بفرص تعليمية أسوأ بكثير من أطفال الأسر الميسورة.
الرعاية الصحية والتمريض: أزمة متوقعة
يواجه نظام تأمين الرعاية تحديات مالية جسيمة. ومن الواضح منذ الآن أن المساهمات ستضطر إلى الارتفاع لضمان استمرار الرعاية. وفي الوقت نفسه، تعاني ألمانيا من نقص يقارب 200 ألف ممرض وممرضة، والعدد في تزايد.
ظروف العمل في قطاع التمريض غالبًا ما تكون سيئة: نقص في الكوادر، وقت غير كافٍ للمحتاجين للرعاية، وأجور منخفضة. ورغم هذا الوضع الخطير، تظل الاستثمارات في هذا القطاع غير كافية على الإطلاق. ويُترك المحتاجون للرعاية وأسرهم وحدهم في مواجهة تكاليف مرتفعة، إذ يدفع نزلاء دور الرعاية أكثر من 2,800 يورو شهريًا من جيوبهم الخاصة.
الإسكان: الهجوم الموعود لم يتحقق
كانت الحكومة الاتحادية قد تعهدت ببناء 400 ألف وحدة سكنية سنويًا، منها 100 ألف وحدة سكن اجتماعي. لكن الواقع مختلف: ففي عام 2023 لم يُنجز سوى نحو 295 ألف وحدة سكنية.
ويعاني دعم الإسكان الاجتماعي من نقص مزمن في التمويل، في حين تخرج أعداد متزايدة من المساكن الاجتماعية من نطاق الالتزام. والنتيجة أن السكن أصبح غير ميسور لكثير من الناس، حيث تنفق الأسر ذات الدخل المنخفض في المدن الكبرى أحيانًا 50٪ أو أكثر من دخلها الصافي على الإيجار.
مسألة الديون: استثمار أم تقشف؟
غالبًا ما تُنتقد الديون الجديدة البالغة نحو 29 مليار يورو باعتبارها غير مسؤولة. لكن هذا النقد قاصر. فالسؤال الحاسم ليس ما إذا كنا نقترض، بل لماذا نقترض.
فالديون التي تُستخدم للاستثمار في التعليم، والبنية التحتية المحايدة مناخيًا، والسكن الميسور، ونظام صحي فعال، هي استثمارات في المستقبل. أما الديون التي تُنفق على تخفيضات ضريبية للأثرياء أو على إعانات غير فعالة فهي بالفعل إشكالية.
الشفافية والديمقراطية: من يقرر ولمصلحة من؟
من المشكلات الجوهرية في سياسة الموازنة الحالية نقص الشفافية. فبينما الأرقام الكبرى متاحة للجميع، تبقى التفاصيل المتعلقة بوجهة الأموال والمستفيدين الحقيقيين غامضة في كثير من الأحيان. إذ تتجاوز الإعانات والتخفيضات الضريبية 100 مليار يورو سنويًا، دون تقييم جدي لفعاليتها.
ما الذي يجب أن تحققه سياسة موازنة عادلة؟
1. الإنسان قبل المشاريع الاستعراضية
2. الوقاية قبل الإصلاح
3. التضامن بدل المنافسة
4. الاستدامة والعدالة بين الأجيال
5. الشفافية والمشاركة
مطالبنا الملموسة – حزب العدالة (فريق تودنهوفر):
• جعل التعليم أولوية قصوى: تخصيص ما لا يقل عن 7٪ من الناتج المحلي الإجمالي للتعليم والبحث العلمي.
• تمويل الرعاية بشكل عادل: تأمين شامل للرعاية دون أعباء مالية غير محتملة.
• توفير سكن ميسور: بناء 100 ألف شقة اجتماعية سنويًا وضمان التزامات طويلة الأمد.
• مكافحة فقر الأطفال: ضمان دخل أساسي حقيقي للأطفال، مع رياض أطفال ووجبات مدرسية مجانية.
• تعزيز الشفافية: الكشف عن جميع الإعانات وإشراك المواطنين في قرارات الموازنة.
• نزع السلاح بدل التسلح: فالأمن الحقيقي لا يتحقق بالمزيد من الأسلحة بل بالعدالة الاجتماعية والتعليم والتعاون الدولي.
الخلاصة: الموازنة مرآة لقيمنا
يمكن لموازنة 2026 البالغة 524 مليار يورو أن تكون أداة لتحقيق المزيد من العدالة، والتعليم الأفضل، والرعاية الكريمة، والسكن الميسور. لكن الأولويات الحالية تُظهر صورة مختلفة: استثمارات ضخمة في التسلح، مقابل إهمال الأمن الاجتماعي والتعليم والرعاية.
إن الموازنة ليست مجرد أرقام، بل وثيقة سياسية تعكس قيم المجتمع. ونحن في حزب العدالة – فريق تودنهوفر – نقف من أجل رؤية مختلفة: موازنة تقوم على التضامن لا على القوة، وعلى الاستثمار في الإنسان لا في المشاريع الاستعراضية، وعلى العدالة لا على تكريس اللامساواة.
إن النقاش حول موازنة 2026 هو نقاش حول مستقبل بلدنا. ولدينا الخيار – ولدينا المسؤولية – أن نناضل من أجل سياسة موازنة عادلة، من أجل إنسان اليوم وأجيال الغد.