EU-Mercosur-Abkommen: Wenn Freihandel auf Kosten von Landwirtschaft, Umwelt und sozialer Gerechtigkeit geht
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Die Straßen Brüssels füllten sich Ende Dezember 2025 erneut mit protestierenden Landwirtinnen und Landwirten. Ihr Zorn richtet sich gegen ein Handelsabkommen, das seit über zwei Jahrzehnten verhandelt wird und dessen Unterzeichnung durch EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen noch in diesem Jahr geplant war, nun aber kurzfristig abgesagt wurde [1]. Das geplante Freihandelsabkommen zwischen der Europäischen Union und den Mercosur-Staaten Argentinien, Brasilien, Paraguay und Uruguay steht weiterhin zur Debatte – auch wenn im Januar 2026 der Vorsitz innerhalb der Mercosur-Staaten wechselt und die weitere Entwicklung ungewiss bleibt. Was auf den ersten Blick wie ein wirtschaftspolitischer Erfolg erscheinen mag, offenbart bei genauerer Betrachtung ein Paradebeispiel für eine Handelspolitik, die ökonomische Interessen über soziale Gerechtigkeit, Umweltschutz und die Lebensgrundlagen von Millionen Menschen stellt.
Das Abkommen: Dimensionen und wirtschaftliche Tragweite
Das EU-Mercosur-Abkommen würde die größte Freihandelszone der Welt schaffen, die über 700 Millionen Menschen umfasst [2]. Die EU-Kommission verspricht sich davon einen jährlichen Zollabbau im Wert von vier Milliarden Euro und erhebliche Erleichterungen für europäische Exporte, insbesondere im Automobil-, Maschinen- und Chemiesektor [3]. Auf der anderen Seite würden die Mercosur-Staaten ihre landwirtschaftlichen Produkte – vor allem Rindfleisch, Geflügel, Zucker und Sojabohnen – zu deutlich günstigeren Konditionen auf den europäischen Markt bringen können.
Die Verhandlungen begannen bereits 1999 und wurden 2019 politisch abgeschlossen, scheiterten bislang jedoch an der Ratifizierung durch die EU-Mitgliedstaaten [4]. Besonders Frankreich, Österreich, die Niederlande, Irland und Polen äußerten massive Bedenken und blockierten bisher die Zustimmung [5]. Die Europäische Kommission unter Ursula von der Leyen versucht nun, das Abkommen durch eine Aufspaltung in einen handelspolitischen und einen politischen Teil zu beschleunigen – eine Strategie, die es ermöglichen würde, zentrale Teile ohne Zustimmung der nationalen Parlamente in Kraft zu setzen [6].
Die Perspektive der europäischen Landwirtschaft: Existenzängste sind berechtigt
Die Proteste der Landwirtinnen und Landwirte in Brüssel sind Ausdruck einer tiefen Verzweiflung. Die europäische Landwirtschaft steht bereits unter enormem Druck: Steigende Produktionskosten, verschärfte Umweltauflagen, volatile Marktpreise und der Klimawandel setzen insbesondere mittelständischen Betrieben massiv zu [7]. Das EU-Mercosur-Abkommen würde diese Situation dramatisch verschärfen – und das in einer Situation, in der die Landwirtschaft bereits unter den Folgen politisch gewollter Handelsentscheidungen leidet.
Ein Hauptproblem sind die zollfreien Billigimporte aus der Ukraine, die seit Beginn des Krieges massiv zugenommen haben. Besonders die Getreidepreise sind dadurch im Keller, was zahlreiche Betriebe in existenzielle Schwierigkeiten bringt [8]. Die politische Elite der EU hat diese Importerleichterungen als Solidaritätsmaßnahme mit der Ukraine gerechtfertigt, ignoriert dabei jedoch die verheerenden Auswirkungen auf die europäische Landwirtschaft. Sollte es zur ebenfalls von den EU-Eliten angestrebten Aufnahme der Ukraine in die Europäische Union kommen, drohen weitere massive Marktveränderungen, die die Krise der Landwirtschaft verschärfen würden [9].
Studien zeigen, dass europäische Landwirtinnen und Landwirte mit südamerikanischen Produzentinnen und Produzenten nicht konkurrieren können, die unter völlig anderen Produktionsbedingungen arbeiten [10]. Während in der EU strenge Tierschutzstandards gelten, Antibiotika-Einsatz reguliert ist und Umweltauflagen eingehalten werden müssen, sind diese Standards in den Mercosur-Staaten deutlich niedriger oder existieren teilweise gar nicht [11]. Die Folge: Billigfleisch aus Südamerika würde den europäischen Markt überschwemmen und lokale Produzentinnen und Produzenten in den Ruin treiben.
Besonders betroffen wären die Rindfleisch-, Geflügel- und Zuckerproduktion. Schätzungen gehen davon aus, dass allein in der französischen Landwirtschaft zehntausende Arbeitsplätze gefährdet wären [12].
Strukturwandel statt Höfesterben: Die Konzentration der Landwirtschaft
Die Krise der Landwirtschaft führt nicht einfach zum Verschwinden landwirtschaftlicher Produktion, sondern zu einem fundamentalen Strukturwandel, der die ländlichen Räume und die Qualität unserer Lebensmittelproduktion nachhaltig verändert. Zwischen 2010 und 2020 gaben in Deutschland etwa 40.000 landwirtschaftliche Betriebe auf [13] – doch die Produktion läuft weiter. Was stattfindet, ist eine massive Konzentration: Größere Wirtschaftseinheiten übernehmen die Flächen kleinerer Betriebe, die am Markt nicht mehr überleben können.
Diese Konzentration ist die bittere Normalität eines Agrarsystems, das auf permanentes Wachstum ausgerichtet ist. Der klassische 50-Hektar-Betrieb, der über Generationen eine Familie ernähren konnte, ist zur Illusion geworden [14]. Nur wer expandiert, wer in immer größere Maschinen investiert, wer auf Masse statt Klasse setzt, kann in diesem System bestehen. Das Ergebnis ist eine zunehmende Industrialisierung der Landwirtschaft, die mit verheerenden Folgen verbunden ist.
Die Konzentration bedeutet konkret: Finanzinvestoren steigen in die Landwirtschaft ein und betrachten Boden und Tiere als reine Rendite-Objekte [15]. Betriebe werden auf maximale Effizienz getrimmt, der Kontakt zum ländlichen Umfeld geht verloren. Die Landwirtschaft wird zu einem abstrakten Wirtschaftssektor, der seine soziale, kulturelle und ökologische Funktion für die Gesellschaft einbüßt. Statt bäuerlicher Familienbetriebe, die in lokale Strukturen eingebunden sind und Verantwortung für ihre Region übernehmen, entstehen anonyme Agrarkonzerne, deren einzige Verantwortung der Profit ist [16].
Das EU-Mercosur-Abkommen würde diesen Prozess massiv beschleunigen. Die zusätzliche Konkurrenz durch Billigimporte würde den Druck auf mittelständische Betriebe weiter erhöhen und die Konzentration auf immer weniger, immer größere Einheiten vorantreiben. Am Ende dieser Entwicklung steht eine Landwirtschaft, die mit den Vorstellungen der meisten Menschen von regionaler, nachhaltiger und tiergerechter Produktion nichts mehr zu tun hat.
Umweltkatastrophe mit Ansage: Entwaldung und Klimakrise
Die ökologischen Folgen des EU-Mercosur-Abkommens sind verheerend. Die Ausweitung der Agrarproduktion in den Mercosur-Staaten, insbesondere in Brasilien, ist direkt mit der Zerstörung des Amazonas-Regenwaldes verbunden [17]. Seit Jahren dokumentieren Umweltorganisationen, wie die Fleisch- und Sojaproduktion zur Hauptursache für Entwaldung geworden ist. Zwischen 2019 und 2023 erreichte die Abholzungsrate im Amazonasgebiet Rekordwerte [18].
Der Amazonas-Regenwald gilt als „Lunge der Erde" und spielt eine entscheidende Rolle im globalen Klimasystem. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler warnen, dass der Regenwald bereits gefährlich nah an einem sogenannten Kipppunkt steht, ab dem er sich nicht mehr regenerieren kann und in eine Savanne verwandeln würde [19]. Die Folgen wären katastrophal: Der Regenwald würde von einer CO₂-Senke zu einer CO₂-Quelle werden, was die Klimakrise dramatisch beschleunigen würde.
Das EU-Mercosur-Abkommen würde diese Entwicklung massiv befeuern. Durch die erhöhte Nachfrage nach südamerikanischem Rindfleisch und Soja würden die wirtschaftlichen Anreize für weitere Entwaldung steigen [20]. Gleichzeitig würde die EU ihre eigenen Klimaziele konterkarieren. Das European Environmental Bureau schätzt, dass die zusätzlichen Treibhausgasemissionen durch das Abkommen die Einsparungen anderer EU-Klimapolitiken zunichtemachen würden [21].
Doppelstandards und Greenwashing: Die Heuchelei der EU-Politik
Die EU-Kommission versucht, die Kritik am Abkommen mit Verweisen auf zusätzliche Nachhaltigkeitsklauseln zu entkräften. Ein zusätzliches Dokument soll garantieren, dass die Mercosur-Staaten das Pariser Klimaabkommen einhalten und Entwaldung bekämpfen [22]. Diese Zusatzerklärung ist jedoch rechtlich nicht bindend und enthält keine wirksamen Sanktionsmechanismen [23].
Die Realität zeigt, dass solche freiwilligen Selbstverpflichtungen in der Vergangenheit regelmäßig gescheitert sind. Unter der Präsidentschaft Jair Bolsonaros (2019-2022) erreichte die Entwaldung im Amazonas Rekordwerte, obwohl Brasilien international zu Waldschutz verpflichtet war [24]. Auch unter dem aktuellen Präsidenten Luiz Inácio Lula da Silva, der sich zwar verbal für Umweltschutz ausspricht, bleibt die Entwaldungsrate besorgniserregend hoch [25].
Besonders problematisch ist die Doppelmoral der EU: Während europäische Landwirtinnen und Landwirte hohe Umwelt-, Tierschutz- und Sozialstandards erfüllen müssen, importiert die EU Produkte, die unter völlig anderen – deutlich niedrigeren – Standards hergestellt wurden [26]. Diese Ungleichbehandlung ist nicht nur wirtschaftlich unfair, sondern untergräbt auch die Glaubwürdigkeit der europäischen Klimapolitik.
Menschenrechte und soziale Gerechtigkeit: Die vergessenen Opfer
Abseits der Debatte über Landwirtschaft und Umwelt geraten die sozialen und menschenrechtlichen Folgen des Abkommens kaum in den Fokus. Dabei sind die Konsequenzen für indigene Völker, Kleinbäuerinnen und Kleinbauern sowie Landarbeiterinnen und Landarbeiter in den Mercosur-Staaten dramatisch.
Die Ausweitung der Agrarindustrie in Südamerika geht mit massiven Landkonflikten einher. Indigene Gemeinschaften werden von ihrem angestammten Land vertrieben, um Platz für Sojafelder und Rinderweiden zu schaffen [27]. Menschenrechtsorganisationen dokumentieren regelmäßig Gewalt, Einschüchterung und Mord an Umweltaktivistinnen, Umweltaktivisten und indigenen Führungspersonen, die sich gegen die Zerstörung ihrer Lebensgrundlagen wehren [28].
Auch die Arbeitsbedingungen in der südamerikanischen Agrarindustrie sind vielfach katastrophal. Berichte über sklavenähnliche Verhältnisse, Kinderarbeit und den massiven Einsatz hochgiftiger Pestizide, die in der EU längst verboten sind, häufen sich [29]. Das EU-Mercosur-Abkommen würde diese Ausbeutung indirekt belohnen, indem es Produkte aus solchen Produktionssystemen privilegierten Zugang zum europäischen Markt verschafft.
Geopolitische Dimension: Demokratie unter Druck
Das Abkommen hat auch eine geopolitische Komponente, die in der öffentlichen Debatte oft unterbelichtet bleibt. Die EU-Kommission argumentiert, dass engere Wirtschaftsbeziehungen zu den Mercosur-Staaten notwendig seien, um die wirtschaftliche und politische Abhängigkeit von China zu verringern [30]. Dieses Argument greift jedoch zu kurz und ignoriert die konkreten Auswirkungen auf demokratische Prozesse.
Besonders problematisch ist der Versuch der EU-Kommission, das Abkommen am Europäischen Parlament und den nationalen Parlamenten vorbeizuschleusen. Die geplante Aufspaltung des Abkommens in einen handelspolitischen und einen politischen Teil zielt darauf ab, zentrale Teile als „EU-only"-Vertrag zu klassifizieren, für den nur die Zustimmung der qualifizierten Mehrheit im Rat erforderlich wäre [31]. Dies würde bedeuten, dass nationale Parlamente, in denen sich die demokratische Opposition gegen das Abkommen formiert hat, umgangen werden könnten.
Diese Strategie ist nicht nur demokratiepolitisch bedenklich, sondern offenbart auch eine grundsätzliche Missachtung des Willens großer Teile der europäischen Bevölkerung. Umfragen zeigen, dass in mehreren EU-Mitgliedstaaten eine Mehrheit der Bürgerinnen und Bürger das Abkommen ablehnt [32].
Alternativen: Faire Handelspolitik ist möglich
Die Kritik am EU-Mercosur-Abkommen bedeutet nicht, dass internationale Handelsbeziehungen grundsätzlich abgelehnt werden müssen. Im Gegenteil: Fairer Handel kann entwicklungspolitisch sinnvoll sein und zu Wohlstand beitragen. Entscheidend ist jedoch, dass Handelsabkommen so gestaltet werden, dass sie soziale Gerechtigkeit, Umweltschutz und Menschenrechte nicht dem Profitstreben unterordnen.
Alternative Handelsmodelle existieren bereits. Das Konzept des „fairen Handels" zeigt, dass wirtschaftlicher Austausch so organisiert werden kann, dass Produzentinnen und Produzenten im globalen Süden existenzsichernde Einkommen erzielen und dabei Umwelt- und Sozialstandards einhalten [33]. Was im kleinen Maßstab funktioniert, muss auch für große Handelsabkommen möglich sein.
Konkret würde eine gerechte Handelspolitik bedeuten:
Verbindliche Nachhaltigkeitsstandards: Handelsabkommen müssen klare, rechtlich bindende und sanktionierbare Umwelt-, Sozial- und Menschenrechtsklauseln enthalten. Verstöße müssen zu Handelssanktionen führen können [34].
Schutz sensibler Sektoren: Bereiche wie die Landwirtschaft, die nicht nur ökonomisch, sondern auch sozial, kulturell und ökologisch bedeutsam sind, benötigen besonderen Schutz vor ruinöser Konkurrenz [35].
Verhinderung der Konzentration: Handelsabkommen dürfen nicht dazu führen, dass mittelständische Strukturen zerstört und durch Konzerne und Finanzinvestoren ersetzt werden. Der Schutz regionaler, vielfältiger Landwirtschaftsstrukturen muss Vorrang haben [36].
Demokratische Legitimation: Handelsabkommen dürfen nicht an Parlamenten vorbei durchgesetzt werden. Nationale Parlamente müssen echte Mitspracherechte haben [37].
Klimaverträglichkeitsprüfung: Jedes Handelsabkommen muss auf seine Klimaauswirkungen geprüft werden. Abkommen, die die Erreichung der Klimaziele gefährden, dürfen nicht abgeschlossen werden [38].
Faire Übergangsprozesse: Wenn Handelsabkommen zu strukturellen Veränderungen führen, müssen betroffene Sektoren und Beschäftigte durch gezielte Unterstützungsprogramme abgefedert werden [39].
Fazit: Ein Abkommen, das die Welt nicht braucht
Das EU-Mercosur-Abkommen ist ein Symbol für eine verfehlte Handelspolitik, die im 21. Jahrhundert keinen Platz mehr haben darf. In einer Zeit, in der die Klimakrise existenzielle Bedrohungen mit sich bringt, in der soziale Ungleichheit zunimmt und in der demokratische Prozesse unter Druck geraten, brauchen wir keine Abkommen, die diese Krisen verschärfen.
Die kurzfristige Absage der Unterzeichnung durch Ursula von der Leyen zeigt, dass der Widerstand gegen dieses Abkommen wirkt. Der bevorstehende Wechsel des Vorsitzes innerhalb der Mercosur-Staaten im Januar 2026 bietet eine Chance, den gesamten Prozess grundsätzlich zu überdenken. Diese Chance darf nicht ungenutzt bleiben.
Die Proteste der Landwirtinnen und Landwirte in Brüssel sind mehr als Standespolitik. Sie sind Ausdruck einer fundamentalen Kritik an einem Wirtschaftssystem, das Profite über Menschen und Umwelt stellt. Sie sind ein Aufschrei gegen eine Politik, die vorgibt, Nachhaltigkeit zu fördern, während sie gleichzeitig Regenwaldzerstörung und Ausbeutung befördert. Sie sind ein Hilferuf gegen eine Entwicklung, die regionale, vielfältige Landwirtschaftsstrukturen zerstört und durch konzerngesteuerte Industrieproduktion ersetzt.
Die Gerechtigkeitspartei - Team Todenhöfer steht an der Seite derjenigen, die für eine andere, gerechtere Politik kämpfen. Wir fordern die Bundesregierung auf, das EU-Mercosur-Abkommen in seiner jetzigen Form abzulehnen und sich für eine Handelspolitik einzusetzen, die soziale Gerechtigkeit, Umweltschutz und Menschenrechte ins Zentrum stellt. Wir fordern ein Ende der politisch gewollten Billigimporte, die europäische Landwirtinnen und Landwirte in den Ruin treiben, und stattdessen den Schutz regionaler Strukturen und fairer Preise. Die Welt braucht nicht mehr Freihandel um jeden Preis – sie braucht fairen Handel, der den Menschen und dem Planeten dient.
Quellenverzeichnis
[1] ZEIT ONLINE (26.12.2025): Brüsseler Bauernproteste gegen EU-Mercosur-Abkommen. https://www.zeit.de/politik/ausland/2025-12/bruessel-bauernproteste-eu-mercosur
[2] Europäische Kommission (2020): EU-Mercosur Trade Agreement. Generaldirektion Handel, Brüssel.
[3] Felbermayr, G. et al. (2019): Ökonomische Effekte eines Handelsabkommens zwischen der EU und Mercosur. ifo Schnelldienst 72(13), S. 17-24.
[4] Hoffmann, S. (2022): Die Verhandlungsgeschichte des EU-Mercosur-Abkommens. Zeitschrift für Außenwirtschaftsrecht und Außenwirtschaftspolitik 23(2), S. 145-167.
[5] POLITICO Europe (2024): France leads coalition against EU-Mercosur deal. Brussels.
[6] Deutscher Bundestag - Wissenschaftliche Dienste (2024): Rechtliche Einordnung der geplanten Aufspaltung des EU-Mercosur-Abkommens. WD 11 - 3000 - 078/24.
[7] Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (2024): Situationsbericht zur deutschen Landwirtschaft 2024. Berlin.
[8] Copa-Cogeca (2024): Impact of Ukrainian grain imports on EU agricultural markets. Brussels.
[9] Europäische Kommission (2023): Erweiterungsstrategie und Herausforderungen 2023-2024. Brüssel.
[10] Wissenschaftlicher Beirat für Agrarpolitik, Ernährung und gesundheitlichen Verbraucherschutz (2021): Zur Transformation der Landwirtschaft. Gutachten, Berlin.
[11] Greenpeace (2023): Doppelstandards im Fleischhandel: EU-Mercosur im Vergleich. Hamburg.
[12] Institut National de la Recherche Agronomique (INRA) (2023): Impacts économiques de l'accord UE-Mercosur sur l'agriculture française. Paris.
[13] Destatis - Statistisches Bundesamt (2023): Landwirtschaftszählung 2020. Wiesbaden.
[14] Bundeszentrale für politische Bildung (2022): Strukturwandel in der deutschen Landwirtschaft. Bonn.
[15] FIAN Deutschland (2023): Land Grabbing und Finanzialisierung der Landwirtschaft. Köln.
[16] Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (2024): Höfesterben und Konzentration: Entwicklungen in der deutschen Landwirtschaft. Hamm.
[17] Rajão, R. et al. (2020): The rotten apples of Brazil's agribusiness. Science 369(6501), S. 246-248.
[18] Instituto Nacional de Pesquisas Espaciais (INPE) (2024): Deforestation data for the Brazilian Amazon. São Paulo.
[19] Lovejoy, T.E. & Nobre, C. (2018): Amazon Tipping Point. Science Advances 4(2), eaat2340.
[20] Pendrill, F. et al. (2022): Disentangling the numbers behind agriculture-driven tropical deforestation. Science 377(6611), eabm9267.
[21] European Environmental Bureau (2020): The EU-Mercosur Agreement: A climate killer deal. Brussels.
[22] Europäische Kommission (2024): Zusatzerklärung zum EU-Mercosur-Abkommen: Nachhaltigkeit und Waldschutz. Brüssel.
[23] ClientEarth (2023): Legal analysis of environmental provisions in EU-Mercosur Agreement. London.
[24] Climate Observatory Brazil (2022): Amazon deforestation under Bolsonaro: An analysis. São Paulo.
[25] MapBiomas (2024): Desmatamento na Amazônia - Dados 2023. Brasil.
[26] Oxfam (2021): Not Fit for Purpose: The EU-Mercosur trade deal. Oxford.
[27] Survival International (2023): Mercosur deal threatens indigenous peoples. London.
[28] Global Witness (2024): Last Line of Defence: Annual report on land and environmental defenders. London.
[29] International Labour Organization (2023): Forced Labour in South American Agriculture. Geneva.
[30] Europäischer Rat (2024): Strategische Autonomie und Handelsbeziehungen mit Lateinamerika. Brüssel.
[31] Krajewski, M. (2024): Die demokratiepolitischen Implikationen der Aufspaltung von Handelsabkommen. Europäische Zeitschrift für Wirtschaftsrecht 35(4), S. 234-241.
[32] YouGov (2024): European attitudes towards the EU-Mercosur Agreement. International survey results.
[33] Fairtrade International (2023): The Impact of Fair Trade: Evidence from around the world. Bonn.
[34] Bernasconi-Osterwalder, N. et al. (2023): Sustainability chapters in trade agreements: From paper to practice. International Institute for Sustainable Development, Geneva.
[35] Tangermann, S. (2022): Agriculture in trade agreements: Special treatment justified? Agricultural Economics 53(3), S. 412-428.
[36] OECD (2023): Maintaining Structural Diversity in Agriculture: Policy Options. Paris.
[37] Van den Putte, L. & Orbie, J. (2015): EU bilateral trade agreements and the surprising rise of labour provisions. The International Journal of Comparative Labour Law and Industrial Relations 31(3), S. 263-283.
[38] UNCTAD (2023): Climate impact assessments of trade agreements. Geneva.
[39] ILO (2022): Just Transition in Trade Policy: Ensuring fairness in economic transformations. Geneva.
اتفاقية الاتحاد الأوروبي وميركوسور: عندما تأتي التجارة الحرة على حساب الزراعة والبيئة والعدالة الاجتماعية
في نهاية ديسمبر/كانون الأول 2025، امتلأت شوارع بروكسل مجدداً بالمزارعين المحتجين. كان غضبهم موجهاً نحو اتفاقية تجارية كانت قيد التفاوض لأكثر من عقدين، وكان من المقرر أن توقعها رئيسة المفوضية الأوروبية، أورسولا فون دير لاين، في وقت لاحق من ذلك العام، إلا أنها أُلغيت في اللحظات الأخيرة . لا تزال اتفاقية التجارة الحرة المزمعة بين الاتحاد الأوروبي ودول ميركوسور (الأرجنتين والبرازيل وباراغواي وأوروغواي) قيد المناقشة، على الرغم من تغيير رئاسة مجموعة ميركوسور في يناير/كانون الثاني 2026، وعدم وضوح التطورات اللاحقة. ما قد يبدو للوهلة الأولى نجاحاً في السياسة الاقتصادية، يكشف عند التدقيق، عن مثال صارخ لسياسة تجارية تُعطي الأولوية للمصالح الاقتصادية على حساب العدالة الاجتماعية وحماية البيئة وسبل عيش ملايين البشر.
لا تزال اتفاقية التجارة الحرة المزمعة بين الاتحاد الأوروبي ودول ميركوسور (الأرجنتين والبرازيل وباراغواي وأوروغواي) قيد المناقشة، على الرغم من تغيير رئاسة دول ميركوسور في يناير 2026، وعدم وضوح التطورات اللاحقة. ما قد يبدو للوهلة الأولى نجاحًا في السياسة الاقتصادية، يتضح عند التدقيق أنه مثال واضح على سياسة تجارية تُعطي الأولوية للمصالح الاقتصادية على حساب العدالة الاجتماعية وحماية البيئة وسبل عيش ملايين البشر.
الاتفاقية: أبعادها وأهميتها الاقتصادية
ستُنشئ اتفاقية الاتحاد الأوروبي وميركوسور أكبر منطقة تجارة حرة في العالم، تضم أكثر من 700 مليون نسمة . وتتوقع المفوضية الأوروبية تخفيضات سنوية في الرسوم الجمركية بقيمة أربعة مليارات يورو، وفوائد كبيرة للصادرات الأوروبية، لا سيما في قطاعات السيارات والآلات والكيماويات . من جهة أخرى، ستتمكن دول ميركوسور من تسويق منتجاتها الزراعية -وخاصة لحوم الأبقار والدواجن والسكر وفول الصويا- بأسعار أقل بكثير في أوروبا.
بدأت المفاوضات عام ١٩٩٩ واختُتمت سياسياً عام ٢٠١٩، لكنها لم تُصدّق عليها دول الاتحاد الأوروبي حتى الآن . وقد أعربت فرنسا والنمسا وهولندا وأيرلندا وبولندا، على وجه الخصوص، عن مخاوف جدية وعرقلت الموافقة. وتسعى المفوضية الأوروبية برئاسة أورسولا فون دير لاين حالياً إلى تسريع إقرار الاتفاقية بتقسيمها إلى عنصرين: عنصر سياسي وآخر يتعلق بالسياسة التجارية، وهي استراتيجية تسمح بتنفيذ عناصر أساسية دون موافقة البرلمانات الوطنية .
منظور الزراعة الأوروبية: مخاوف وجودية مبررة
احتجاجات المزارعين في بروكسل تعبير عن يأس عميق. يُعاني القطاع الزراعي الأوروبي بالفعل من ضغوط هائلة: فارتفاع تكاليف الإنتاج، وتشديد اللوائح البيئية، وتقلب أسعار السوق، وتغير المناخ، كلها عوامل تُلحق أضرارًا جسيمة، لا سيما بالمزارع الصغيرة والمتوسطة. ومن شأن اتفاقية الاتحاد الأوروبي وميركوسور أن تُفاقم هذا الوضع بشكلٍ كبير، وذلك في وقتٍ يُعاني فيه القطاع الزراعي أصلًا من تبعات قرارات تجارية ذات دوافع سياسية.
وتتمثل إحدى المشكلات الرئيسية في الواردات الرخيصة المعفاة من الرسوم الجمركية من أوكرانيا، والتي ازدادت بشكلٍ هائل منذ بداية الحرب. وقد انخفضت أسعار الحبوب، على وجه الخصوص، بشكلٍ حاد نتيجةً لذلك، ما دفع العديد من المزارع إلى حافة الانهيار. وقد بررت النخبة السياسية في الاتحاد الأوروبي هذه التنازلات المتعلقة بالواردات باعتبارها إجراءً تضامنيًا مع أوكرانيا، متجاهلةً الآثار المدمرة على الزراعة الأوروبية. وفي حال انضمام أوكرانيا إلى الاتحاد الأوروبي، وهو ما تسعى إليه أيضًا النخب الأوروبية، فمن المرجح حدوث تغييرات سوقية هائلة أخرى، ما سيُفاقم الأزمة الزراعية.
وتُشير الدراسات إلى أن المزارعين الأوروبيين لا يستطيعون منافسة المنتجين في أمريكا الجنوبية الذين يعملون في ظل ظروف إنتاجية مختلفة تمامًا. بينما يفرض الاتحاد الأوروبي معايير صارمة لرعاية الحيوان، وينظم استخدام المضادات الحيوية، ويشترط الامتثال للوائح البيئية، فإن هذه المعايير أقل بكثير، أو معدومة في بعض الحالات، في دول ميركوسور. ونتيجة لذلك، ستغمر اللحوم الرخيصة من أمريكا الجنوبية السوق الأوروبية، مما سيؤدي إلى إفلاس المنتجين المحليين.
وسيتأثر إنتاج لحوم الأبقار والدواجن والسكر بشكل خاص. وتشير التقديرات إلى أن عشرات الآلاف من الوظائف ستكون مهددة في الزراعة الفرنسية وحدها.
التغيير الهيكلي بدلًا من إغلاق المزارع: تركز الإنتاج الزراعي
لا تقتصر أزمة الزراعة على مجرد اختفاء الإنتاج الزراعي، بل تتعداها إلى تغيير هيكلي جذري يُغير بشكل دائم المناطق الريفية وجودة إنتاجنا الغذائي. فبين عامي 2010 و2020، توقفت حوالي 40 ألف مزرعة في ألمانيا عن العمل، ومع ذلك يستمر الإنتاج. ما يحدث هو تركز هائل: تستحوذ وحدات اقتصادية أكبر على أراضي المزارع الصغيرة التي لم تعد قادرة على المنافسة في السوق.
هذا التركيز هو الواقع المرير لنظام زراعي مُصمم نحو النمو الدائم. لقد أصبحت المزرعة التقليدية التي تبلغ مساحتها 50 هكتارًا، والتي كانت قادرة على إعالة أسرة لأجيال، مجرد وهم. لا يستطيع البقاء في هذا النظام إلا من يتوسع، ويستثمر في آلات أكبر حجمًا، ويُعطي الأولوية للكمية على حساب الجودة. والنتيجة هي تزايد تصنيع الزراعة، وهو ما يرتبط بعواقب وخيمة.
على وجه التحديد، يعني هذا التركيز دخول المستثمرين الماليين إلى القطاع الزراعي، ونظرتهم إلى الأرض والحيوانات كأصول ربحية بحتة. تُحسّن المزارع لتحقيق أقصى قدر من الكفاءة، ويُفقد التواصل مع البيئة الريفية. يصبح القطاع الزراعي قطاعًا اقتصاديًا مجردًا يتخلى عن دوره الاجتماعي والثقافي والبيئي في خدمة المجتمع. فبدلًا من المزارع العائلية المندمجة في الهياكل المحلية والمسؤولة عن منطقتها، تظهر شركات زراعية ضخمة مجهولة الهوية، لا يهمها سوى الربح.
من شأن اتفاقية الاتحاد الأوروبي وميركوسور أن تُسرّع هذه العملية بشكل كبير. فالمنافسة الإضافية من الواردات الرخيصة ستزيد الضغط على المزارع المتوسطة الحجم، وتدفع بتركيز الإنتاج في عدد أقل فأقل من الوحدات الأكبر حجمًا. والنتيجة النهائية لهذا التطور هي زراعة لا تمت بصلة إلى مفاهيم معظم الناس عن الإنتاج الإقليمي والمستدام والصديق للحيوان.
كارثة بيئية متوقعة: إزالة الغابات وأزمة المناخ
العواقب البيئية لاتفاقية الاتحاد الأوروبي وميركوسور كارثية. يرتبط التوسع في الإنتاج الزراعي في دول ميركوسور، وخاصة في البرازيل، ارتباطًا مباشرًا بتدمير غابات الأمازون المطيرة. ولأعوام، وثّقت المنظمات البيئية كيف أصبح إنتاج اللحوم وفول الصويا السبب الرئيسي لإزالة الغابات. وبين عامي 2019 و2023، بلغ معدل إزالة الغابات في الأمازون مستويات قياسية.
تُعتبر غابات الأمازون المطيرة "رئة الأرض" وتلعب دورًا حاسمًا في نظام المناخ العالمي. ويحذر العلماء من أن الغابات المطيرة تقترب بشكل خطير مما يُسمى "نقطة التحول"، والتي بعدها لن تتمكن من التجدد وستتحول إلى سافانا. وستكون العواقب كارثية: إذ ستتحول الغابات المطيرة من كونها بالوعة للكربون إلى مصدر له، مما يُسرّع أزمة المناخ بشكل كبير.
من شأن اتفاقية الاتحاد الأوروبي وميركوسور أن تُغذي هذا التطور بشكل كبير. فزيادة الطلب على لحوم الأبقار وفول الصويا من أمريكا الجنوبية ستزيد من الحوافز الاقتصادية لمزيد من إزالة الغابات. في الوقت نفسه، سيقوض الاتحاد الأوروبي أهدافه المناخية. ويُقدّر المكتب الأوروبي للبيئة أن انبعاثات غازات الاحتباس الحراري الإضافية الناتجة عن الاتفاقية ستُبطل الوفورات المُحققة من خلال سياسات الاتحاد الأوروبي المناخية الأخرى.
المعايير المزدوجة والتضليل البيئي: نفاق سياسة الاتحاد الأوروبي
تحاول المفوضية الأوروبية مواجهة الانتقادات الموجهة للاتفاقية بالإشارة إلى بنود إضافية تتعلق بالاستدامة. وتهدف وثيقة إضافية إلى ضمان امتثال دول ميركوسور لاتفاقية باريس للمناخ ومكافحة إزالة الغابات. إلا أن هذا الإعلان التكميلي غير ملزم قانونًا ولا يتضمن آليات عقابية فعّالة .
ويُظهر الواقع أن مثل هذه الالتزامات الطوعية قد فشلت مرارًا في الماضي. ففي عهد الرئيس جاير بولسونارو (2019-2022)، بلغت إزالة الغابات في الأمازون مستويات قياسية، على الرغم من التزام البرازيل الدولي بحماية الغابات . وفي عهد الرئيس الحالي، لويس إيناسيو لولا دا سيلفا، الذي يُروّج شفهيًا لحماية البيئة، لا يزال معدل إزالة الغابات مرتفعًا بشكلٍ مُقلق .
وتُعدّ ازدواجية معايير الاتحاد الأوروبي إشكاليةً خاصة: فبينما يُلزم المزارعون الأوروبيون بالامتثال لمعايير بيئية ومعايير رعاية حيوانية ومعايير اجتماعية عالية، يستورد الاتحاد الأوروبي منتجات مُصنّعة وفقًا لمعايير مختلفة تمامًا - وأقلّ بكثير . لا يقتصر هذا التمييز على كونه مجحفًا اقتصاديًا فحسب، بل يضعف أيضًا مصداقية السياسة المناخية الأوروبية.
حقوق الإنسان والعدالة الاجتماعية: الضحايا المنسيون
بعيدًا عن النقاش الدائر حول الزراعة والبيئة، نادرًا ما تُؤخذ في الاعتبار التداعيات الاجتماعية والحقوقية للاتفاقية. مع ذلك، فإن عواقبها على السكان الأصليين وصغار المزارعين والعمال الزراعيين في دول ميركوسور وخيمة.
يصاحب توسع صناعة الأعمال الزراعية في أمريكا الجنوبية نزاعاتٌ واسعة النطاق على الأراضي. تُهجَّر مجتمعات السكان الأصليين من أراضيها الموروثة لإفساح المجال أمام حقول فول الصويا ومراعي الماشية . وتوثق منظمات حقوق الإنسان بانتظام أعمال العنف والترهيب والقتل التي يتعرض لها نشطاء البيئة وقادة السكان الأصليين الذين يقاومون تدمير سبل عيشهم .
كما أن ظروف العمل في صناعة الأعمال الزراعية في أمريكا الجنوبية كارثية في كثير من الأحيان. وتتزايد التقارير عن ظروف أشبه بالعبودية، وعمالة الأطفال، والاستخدام المكثف للمبيدات الحشرية شديدة السمية، المحظورة منذ زمن طويل في الاتحاد الأوروبي . من شأن اتفاقية الاتحاد الأوروبي وميركوسور أن تكافئ هذا الاستغلال بشكل غير مباشر، بمنح منتجات هذه الأنظمة الإنتاجية امتيازات خاصة في الوصول إلى السوق الأوروبية.
البُعد الجيوسياسي: الديمقراطية تحت الضغط
للاتفاقية أيضًا بُعد جيوسياسي غالبًا ما يُهمل في النقاش العام. تزعم المفوضية الأوروبية أن توثيق العلاقات الاقتصادية مع دول ميركوسور ضروري للحد من التبعية الاقتصادية والسياسية للصين . إلا أن هذا الادعاء يفتقر إلى السند الكافي ، ويتجاهل الآثار الملموسة على العمليات الديمقراطية
وتُعدّ محاولة المفوضية الأوروبية تجاوز البرلمان الأوروبي والبرلمانات الوطنية لتنفيذ الاتفاقية إشكاليةً بالغة. إذ يهدف تقسيم الاتفاقية المُخطط له إلى قسمين، أحدهما خاص بالسياسة التجارية والآخر بالسياسة العامة، إلى تصنيف بنود رئيسية منها كمعاهدة "خاصة بالاتحاد الأوروبي فقط"، لا تتطلب سوى موافقة أغلبية مؤهلة في المجلس . وهذا يعني إمكانية تجاوز البرلمانات الوطنية، حيث تشكلت معارضة ديمقراطية للاتفاقية.
لا تقتصر هذه الاستراتيجية على كونها موضع شك من منظور ديمقراطي فحسب، بل تكشف أيضًا عن تجاهلٍ تام لإرادة قطاعات واسعة من الشعب الأوروبي. تُظهر الاستطلاعات أن غالبية المواطنين في العديد من الدول الأعضاء في الاتحاد الأوروبي يعارضون الاتفاقية .
البدائل: سياسة التجارة العادلة ممكنة
لا يعني انتقاد اتفاقية الاتحاد الأوروبي وميركوسور رفض العلاقات التجارية الدولية رفضًا قاطعًا. بل على العكس، يمكن للتجارة العادلة أن تُفيد سياسات التنمية وتُسهم في الازدهار. ولكن، من الأهمية بمكان، تصميم الاتفاقيات التجارية بحيث لا تُخضع العدالة الاجتماعية وحماية البيئة وحقوق الإنسان للسعي وراء الربح.
توجد بالفعل نماذج تجارية بديلة. يُبيّن مفهوم "التجارة العادلة" إمكانية تنظيم التبادل الاقتصادي بطريقة تُمكّن المنتجين في الجنوب العالمي من الحصول على أجر معيشي كريم مع الالتزام بالمعايير البيئية والاجتماعية . ما ينجح على نطاق ضيق يجب أن يكون قابلاً للتطبيق أيضًا على الاتفاقيات التجارية واسعة النطاق.
وتحديدًا، تعني سياسة التجارة العادلة ما يلي:
معايير استدامة مُلزمة: يجب أن تتضمن الاتفاقيات التجارية بنودًا واضحة وملزمة قانونًا وقابلة للتنفيذ بشأن البيئة والمجتمع وحقوق الإنسان. ويجب أن تخضع الانتهاكات لعقوبات تجارية .
حماية القطاعات الحساسة: تتطلب قطاعاتٌ كالزراعة، ذات الأهمية الاقتصادية والاجتماعية والثقافية والبيئية، حمايةً خاصةً من المنافسة المدمرة .
منع الاحتكار: يجب ألا تؤدي الاتفاقيات التجارية إلى تدمير الشركات الصغيرة والمتوسطة واستبدالها بالشركات الكبرى والمستثمرين الماليين. ويجب أن تكون حماية الهياكل الزراعية الإقليمية المتنوعة أولويةً قصوى .
الشرعية الديمقراطية: لا يجوز فرض الاتفاقيات التجارية دون رقابة برلمانية. ويجب أن تتمتع البرلمانات الوطنية بحقوق مشاركة حقيقية .
تقييم الأثر المناخي: يجب تقييم كل اتفاقية تجارية من حيث أثرها المناخي. ولا يجوز إبرام الاتفاقيات التي تُعرّض تحقيق الأهداف المناخية للخطر .
انتقالات عادلة: إذا أدت الاتفاقيات التجارية إلى تغييرات هيكلية، فيجب تخفيف آثارها على القطاعات والعمال المتضررين من خلال برامج دعم مُوجّهة .
الخلاصة: اتفاقية لا يحتاجها العالم
تُعدّ اتفاقية الاتحاد الأوروبي وميركوسور رمزًا لسياسة تجارية مُضلّلة لا مكان لها في القرن الحادي والعشرين. في وقتٍ تُشكّل فيه أزمة المناخ تهديدات وجودية، ويتفاقم فيه التفاوت الاجتماعي، وتتعرض فيه العمليات الديمقراطية لضغوطٍ هائلة، لسنا بحاجة إلى اتفاقياتٍ تُفاقم هذه الأزمات.
يُظهر إلغاء أورسولا فون دير لاين للتوقيع في اللحظات الأخيرة أن مقاومة هذه الاتفاقية تُؤتي ثمارها. ويُتيح التغيير المُرتقب في رئاسة ميركوسور في يناير 2026 فرصةً لإعادة النظر جذريًا في العملية برمتها. يجب ألا تُهدر هذه الفرصة.
إن احتجاجات المزارعين في بروكسل تتجاوز كونها مجرد صراعاتٍ سياسية. إنها تعبيرٌ عن نقدٍ جوهري لنظامٍ اقتصادي يُعطي الأولوية للأرباح على حساب الإنسان والبيئة. إنها صرخةٌ ضد سياسةٍ تدّعي تعزيز الاستدامة بينما تُشجع في الوقت نفسه على تدمير الغابات المطيرة واستغلالها. إنها صرخةُ استغاثةٍ ضد تنميةٍ تُدمر البنى الزراعية الإقليمية المتنوعة وتستبدلها بإنتاجٍ صناعي تُسيطر عليه الشركات.
يقف حزب العدالة - فريق تودنهوفر - إلى جانب المناضلين من أجل سياسةٍ مختلفةٍ وأكثر عدلًا. ندعو الحكومة الألمانية إلى رفض اتفاقية الاتحاد الأوروبي وميركوسور بصيغتها الحالية، وإلى تبني سياسة تجارية تُعطي الأولوية للعدالة الاجتماعية وحماية البيئة وحقوق الإنسان. نطالب بوضع حد للواردات الرخيصة ذات الدوافع السياسية التي تُلحق الضرر بالمزارعين الأوروبيين، ونطالب بدلاً من ذلك بحماية الهياكل الإقليمية وضمان أسعار عادلة. العالم لا يحتاج إلى مزيد من التجارة الحرة بأي ثمن، بل يحتاج إلى تجارة عادلة تخدم الإنسان والبيئة على حد سواء.