Ausbildung und Armut: Wenn Lernen nicht mehr zum Leben reicht
Arabische Übersetzung am Ende. الترجمة العربية موجودة أدناه.
Grundsicherung für Auszubildende – ein sozialpolitisches Armutszeugnis
Die Bundesregierung plant, Auszubildenden künftig unter bestimmten Voraussetzungen Zugang zur Grundsicherung zu gewähren. Was auf den ersten Blick wie eine soziale Errungenschaft klingt, offenbart bei genauer Betrachtung ein fundamentales Versagen: In einem der reichsten Länder der Welt reicht eine Ausbildungsvergütung nicht mehr zum Leben. Junge Menschen, die sich für eine berufliche Qualifikation entscheiden und damit die Grundlage für ihre Zukunft und die wirtschaftliche Stabilität unseres Landes legen, werden systematisch in prekäre Lebensverhältnisse gedrängt.
Die Realität der Ausbildungsvergütung in Deutschland
Die durchschnittliche Ausbildungsvergütung in Deutschland lag 2024 bei etwa 1.054 Euro brutto im ersten Ausbildungsjahr – mit erheblichen Schwankungen je nach Branche und Region.[1] Nach Abzug von Steuern und Sozialabgaben bleiben vielen Auszubildenden weniger als 900 Euro netto. Gleichzeitig sind die Lebenshaltungskosten in den vergangenen Jahren dramatisch gestiegen: Die Inflation erreichte 2022 einen Höchststand von 7,9 Prozent, und auch 2023 und 2024 blieben die Preissteigerungen überdurchschnittlich hoch.[2]
Besonders drastisch zeigt sich die Situation auf dem Wohnungsmarkt. In Großstädten wie München, Frankfurt oder Hamburg müssen Auszubildende für ein WG-Zimmer durchschnittlich 500 bis 700 Euro monatlich aufwenden – mehr als die Hälfte ihrer Nettovergütung.[3] Hinzu kommen Kosten für Mobilität, Verpflegung, Lehrmaterialien und Kleidung. Eine Studie des Deutschen Gewerkschaftsbunds (DGB) aus dem Jahr 2023 zeigt: Etwa 60 Prozent der Auszubildenden sind auf finanzielle Unterstützung durch ihre Eltern angewiesen, um ihren Lebensunterhalt zu bestreiten.[4]
Strukturelle Armut statt individueller Einzelfälle
Die geplante Öffnung der Grundsicherung für Auszubildende ist keine Lösung – sie ist ein Symptom. Sie macht deutlich, dass unser Ausbildungssystem strukturell Armut produziert. Bisher waren Auszubildende vom Bezug der Grundsicherung ausgeschlossen, da die Berufsausbildungsbeihilfe (BAB) oder das BAföG als vorrangige Leistungen galten.[5] Doch viele Auszubildende fallen durch diese Raster: Sie erfüllen die Voraussetzungen für BAB nicht, etwa weil sie noch bei den Eltern wohnen oder die Entfernung zum Ausbildungsbetrieb zu gering ist. BAföG steht nur schulischen Auszubildenden zu, nicht denjenigen in dualer Ausbildung.
Das Ergebnis: Eine wachsende Zahl junger Menschen lebt während ihrer Ausbildung an oder unter der Armutsgrenze. Laut Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung von 2021 waren 18,4 Prozent der jungen Erwachsenen zwischen 18 und 25 Jahren armutsgefährdet – eine Quote, die bei Auszubildenden noch höher liegt.[6] Diese systemische Armut hat weitreichende Folgen: Sie beeinträchtigt nicht nur die Lebensqualität und psychische Gesundheit der Betroffenen, sondern gefährdet auch den Ausbildungserfolg und schafft die Grundlage für Altersarmut.
Arbeit muss Würde garantieren – nicht Armut
Die Bundesrepublik Deutschland definiert sich als soziale Marktwirtschaft, in der Leistung honoriert wird und Arbeit ein Leben in Würde ermöglichen soll. Dieses Versprechen wird bei Auszubildenden fundamental gebrochen. Wer lernt, arbeitet und sich qualifiziert, trägt nicht nur zur eigenen Entwicklung bei, sondern leistet einen wichtigen Beitrag zur Fachkräftesicherung und Innovationskraft unseres Landes. Diese Leistung muss angemessen vergütet werden.
Stattdessen normalisiert die geplante Grundsicherung für Auszubildende ein gefährliches Prinzip: Der Staat übernimmt die Verantwortung für das Überleben junger Arbeitnehmender, während Unternehmen von niedrigen Ausbildungsvergütungen profitieren. Dies ist eine versteckte Subventionierung von Betrieben durch die Allgemeinheit – auf Kosten der Würde und Zukunftschancen junger Menschen.
Die Folgen reichen weit über die Ausbildungszeit hinaus. Niedrige Ausbildungsvergütungen bedeuten geringe Rentenansprüche in späteren Lebensjahren. Wer während der Ausbildung in Armut lebt, hat oft nicht die Möglichkeit, Rücklagen zu bilden oder sich weiterzubilden. Der Grundstein für Altersarmut wird bereits in jungen Jahren gelegt – ein sozialpolitisches Versagen mit langfristigen Konsequenzen für die gesamte Gesellschaft.
Internationale Perspektive: Deutschland im Vergleich
Ein Blick über die Grenzen zeigt: Es geht auch anders. In Ländern wie der Schweiz, Österreich oder den Niederlanden erhalten Auszubildende deutlich höhere Vergütungen, die ein eigenständiges Leben ermöglichen.[7] In Dänemark liegt die durchschnittliche Ausbildungsvergütung bei etwa 1.800 Euro monatlich, in der Schweiz können es je nach Branche über 2.000 Schweizer Franken sein.[8] Diese Länder haben verstanden, dass Investitionen in die Ausbildung keine Kosten, sondern eine Investition in die Zukunft sind.
Deutschland hingegen leistet sich den Widerspruch, einerseits einen massiven Fachkräftemangel zu beklagen, andererseits aber die Attraktivität der dualen Ausbildung durch unzureichende Vergütung systematisch zu untergraben. Die Zahl der neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge ist seit Jahren rückläufig: 2023 wurden laut Bundesinstitut für Berufsbildung nur noch 489.200 neue Ausbildungsverträge abgeschlossen – ein Rückgang gegenüber den Vorjahren.[9] Ein wesentlicher Grund: Viele junge Menschen entscheiden sich gegen eine Ausbildung, weil sie finanziell nicht tragfähig erscheint.
Unsere Forderungen: Ausbildung muss zum Leben reichen
Die Gerechtigkeitspartei – Team Todenhöfer fordert einen Paradigmenwechsel in der Ausbildungspolitik. Grundsicherung darf kein Dauerzustand für arbeitende Menschen sein – schon gar nicht für diejenigen, die sich in Ausbildung befinden und damit aktiv ihre Zukunft gestalten.
1. Mindestausbildungsvergütung, die zum Leben reicht
Wir fordern eine gesetzliche Mindestausbildungsvergütung, die sich an den realen Lebenshaltungskosten orientiert. Diese muss regional angepasst werden und mindestens 80 Prozent eines existenzsichernden Einkommens betragen. Konkret bedeutet das: Im ersten Ausbildungsjahr mindestens 1.200 Euro netto, mit progressiver Steigerung in den Folgejahren. Die bestehende Mindestausbildungsvergütung nach dem Berufsbildungsgesetz (BBiG) von 649 Euro im ersten Lehrjahr (Stand 2024) ist völlig unzureichend und muss deutlich erhöht werden.[10]
2. Automatische Anpassung an die Inflationsrate
Ausbildungsvergütungen müssen jährlich automatisch an die Inflationsrate angepasst werden, um reale Kaufkraftverluste zu verhindern. Das Prinzip „gleicher Lohn für gleiche Arbeit" muss auch für Auszubildende gelten – sie sind vollwertige Arbeitnehmende, keine billigen Hilfskräfte.
3. Wohnkostenzuschuss für Auszubildende in Ballungsräumen
In Regionen mit besonders hohen Mietkosten muss ein zusätzlicher Wohnkostenzuschuss gewährt werden, der unabhängig von der elterlichen Wohnsituation ist. Junge Menschen dürfen nicht gezwungen sein, bei ihren Eltern zu wohnen oder aufgrund der Wohnsituation auf bestimmte Ausbildungsplätze zu verzichten.
4. Abschaffung diskriminierender Zugangshürden bei Sozialleistungen
Solange Ausbildungsvergütungen nicht existenzsichernd sind, müssen alle bürokratischen Hürden beim Zugang zu ergänzenden Sozialleistungen abgebaut werden. Die Berufsausbildungsbeihilfe muss reformiert und ihr Zugang erleichtert werden. Diskriminierende Regelungen, die Auszubildende von bestimmten Leistungen ausschließen, gehören abgeschafft.
5. Unternehmen in die Verantwortung nehmen
Betriebe, die ausbilden, müssen ihrer sozialen Verantwortung gerecht werden. Wer von gut ausgebildeten Fachkräften profitiert, muss auch bereit sein, in deren Ausbildung angemessen zu investieren. Statt staatliche Grundsicherung als Lohnsubvention zu missbrauchen, sollten Unternehmen faire Ausbildungsvergütungen zahlen. Gleichzeitig müssen kleine und mittlere Unternehmen durch gezielte Förderung unterstützt werden, um die Mehrkosten sozial abzufedern.
Ein gesellschaftlicher Wertewandel ist überfällig
Die Debatte um Grundsicherung für Auszubildende ist symptomatisch für ein tiefer liegendes Problem: Unsere Gesellschaft hat den Wert von Arbeit und Ausbildung aus den Augen verloren. Wenn selbst Menschen, die arbeiten und lernen, nicht mehr von ihrer Tätigkeit leben können, ist das gesellschaftliche Fundament erschüttert.
Ein Land, das die Zukunft seiner Jugend nur mit Almosen belohnt, verliert das Recht, von Chancengerechtigkeit und sozialer Marktwirtschaft zu sprechen. Ausbildung ist keine Gnade, sondern ein Grundrecht. Sie darf kein Armutsrisiko sein, sondern muss der Schlüssel zu einem selbstbestimmten Leben werden.
Die geplante Öffnung der Grundsicherung für Auszubildende kann bestenfalls eine Notlösung sein – kein Ersatz für strukturelle Reformen. Was wir brauchen, ist ein System, das Ausbildung wertschätzt, Leistung honoriert und jungen Menschen echte Teilhabe ermöglicht. Nicht Überleben auf Sparflamme, sondern ein Leben in Würde.
Die Gerechtigkeitspartei – Team Todenhöfer steht für eine Ausbildungspolitik, die diesen Namen verdient: gerecht, zukunftsorientiert und menschenwürdig.
Quellenverzeichnis
[1] Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) (2024): Tarifliche Ausbildungsvergütungen 2024. Bonn.
[2] Statistisches Bundesamt (Destatis) (2024): Verbraucherpreisindex und Inflationsrate. Wiesbaden.
[3] Deutscher Gewerkschaftsbund (DGB) (2023): Ausbildungsreport 2023. Berlin.
[4] Deutscher Gewerkschaftsbund (DGB) (2023): Ausbildungsreport 2023 – Finanzielle Situation von Auszubildenden. Berlin.
[5] Bundesagentur für Arbeit (2024): Berufsausbildungsbeihilfe (BAB). Nürnberg.
[6] Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) (2021): Lebenslagen in Deutschland. Der Sechste Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung. Berlin.
[7] Europäisches Zentrum für die Förderung der Berufsbildung (Cedefop) (2023): Vocational education and training in Europe. Thessaloniki.
[8] Schweizerischer Gewerbeverband (SGV) (2023): Lehrlingslöhne in der Schweiz 2023. Bern; Wirtschaftskammer Österreich (WKO) (2024): Lehrlingseinkommen in Österreich. Wien.
[9] Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) (2024): Datenreport zum Berufsbildungsbericht 2024. Bonn.
[10] Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) (2024): Berufsbildungsgesetz (BBiG) – Mindestausbildungsvergütung. Berlin.
التدريب المهني والفقر: عندما لا يكفي التعلّم لتأمين المعيشة
دعم الدخل الأساسي للمتدربين - عار اجتماعي سياسي
تعتزم الحكومة الألمانية منح المتدربين إمكانية الحصول على دعم الدخل الأساسي بشروط معينة. ما يبدو للوهلة الأولى إنجازًا اجتماعيًا، يكشف عند التدقيق عن فشل جوهري: ففي إحدى أغنى دول العالم، لم يعد بدل التدريب كافيًا للمعيشة. يُدفع الشباب الذين يختارون المؤهلات المهنية، وبالتالي يضعون حجر الأساس لمستقبلهم والاستقرار الاقتصادي لبلادنا، بشكل ممنهج إلى ظروف معيشية محفوفة بالمخاطر.
واقع بدلات التدريب في ألمانيا
في عام 2024، بلغ متوسط بدل التدريب في ألمانيا حوالي 1054 يورو إجماليًا في السنة الأولى من التدريب، مع وجود اختلافات كبيرة تبعًا للقطاع والمنطقة.[1] بعد خصم الضرائب ومساهمات الضمان الاجتماعي، لا يتبقى لدى العديد من المتدربين سوى أقل من 900 يورو صافيًا. في الوقت نفسه، ارتفعت تكلفة المعيشة بشكلٍ كبير في السنوات الأخيرة: بلغ التضخم ذروته عند 7.9% في عام 2022، وظلت الزيادات في الأسعار أعلى من المتوسط في عامي 2023 و2024 أيضًا.[2]
الوضع حرجٌ للغاية في سوق الإسكان. ففي مدنٍ رئيسية مثل ميونيخ وفرانكفورت وهامبورغ، يضطر المتدربون إلى إنفاق ما بين 500 و700 يورو شهريًا في المتوسط على غرفة في شقة مشتركة، أي أكثر من نصف صافي رواتبهم.[3] يُضاف إلى ذلك تكاليف المواصلات والطعام والمواد الدراسية والملابس. تُظهر دراسةٌ أجراها الاتحاد الألماني لنقابات العمال (DGB) عام 2023 أن حوالي 60% من المتدربين يعتمدون على الدعم المالي من ذويهم لتغطية نفقات معيشتهم.[4]
الفقر البنيوي بدلًا من الحالات الفردية
إن التوسع المُخطط له في دعم الدخل الأساسي ليشمل المتدربين ليس حلًا، بل هو عرضٌ من أعراضه. فهو يُؤكد أن نظام التدريب المهني لدينا يُنتج الفقر بشكلٍ بنيوي. في السابق، كان المتدربون يُستبعدون من الحصول على دعم الدخل الأساسي لأن مساعدة التدريب المهني (BAB) أو قانون مساعدة التدريب الفيدرالي (BAföG) كانا يُعتبران من المزايا ذات الأولوية.[5] ومع ذلك، يقع العديد من المتدربين ضحيةً لهذه القيود: فهم لا يستوفون شروط الحصول على مساعدة التدريب المهني (BAB)، على سبيل المثال، لأنهم ما زالوا يعيشون مع والديهم أو لأن المسافة إلى جهة التدريب قصيرة جدًا. كما أن قانون مساعدة التدريب الفيدرالي (BAföG) متاح فقط للمتدربين في المدارس، وليس للملتحقين ببرامج التدريب المهني المزدوج.
والنتيجة: تزايد عدد الشباب الذين يعيشون عند خط الفقر أو دونه خلال فترة تدريبهم. ووفقًا لتقرير الحكومة الفيدرالية الألمانية لعام 2021 حول الفقر والثروة، فإن 18.4% من الشباب الذين تتراوح أعمارهم بين 18 و25 عامًا معرضون لخطر الفقر، وهي نسبة أعلى بين المتدربين.[6] لهذا الفقر الممنهج عواقب وخيمة: فهو لا يُؤثر سلبًا على جودة حياة المتضررين وصحتهم النفسية فحسب، بل يُهدد أيضًا نجاح تدريبهم ويُرسي دعائم الفقر في الشيخوخة.
العمل يجب أن يضمن الكرامة، لا الفقر
تُعرّف جمهورية ألمانيا الاتحادية نفسها بأنها اقتصاد سوق اجتماعي يُكافأ فيه الأداء، ويُفترض أن يُتيح العمل حياة كريمة. إلا أن هذا الوعد يُنتهك تمامًا فيما يتعلق بالمتدربين. فالذين يتعلمون ويعملون ويكتسبون المؤهلات لا يُساهمون فقط في تطوير أنفسهم، بل يُقدمون أيضًا إسهامًا كبيرًا في توفير العمالة الماهرة وتعزيز الابتكار في بلادنا. ويجب تعويض هذا الإسهام بشكل مناسب.
بدلًا من ذلك، يُرسّخ الدعم المُخطط له للدخل الأساسي للمتدربين مبدأً خطيرًا: إذ تتحمل الدولة مسؤولية إعالة الشباب العاملين، بينما تستفيد الشركات من تدني أجور التدريب المهني. وهذا دعمٌ خفيٌّ للشركات من قِبل عامة الناس، على حساب كرامة الشباب وآفاقهم المستقبلية.
وتتجاوز هذه العواقب فترة التدريب المهني بكثير. انخفاض أجور التدريب المهني يعني انخفاض استحقاقات التقاعد في مراحل لاحقة من العمر. وغالباً ما يفتقر من يعيشون في فقر خلال فترة تدريبهم المهني إلى فرصة الادخار أو مواصلة التعليم. إن أساس الفقر في الشيخوخة يُرسى في سن مبكرة، وهو فشل في السياسة الاجتماعية له عواقب وخيمة طويلة الأمد على المجتمع ككل.
منظور دولي: ألمانيا في المقارنة
يُظهر النظر إلى ما وراء حدود ألمانيا وجود طرق أخرى. ففي دول مثل سويسرا والنمسا وهولندا، يحصل المتدربون على أجور أعلى بكثير، مما يُمكّنهم من العيش باستقلالية.[7] وفي الدنمارك، يبلغ متوسط بدل التدريب حوالي 1800 يورو شهريًا، بينما في سويسرا، قد يتجاوز 2000 فرنك سويسري، حسب القطاع.[8] وقد أدركت هذه الدول أن الاستثمار في التدريب ليس تكلفة، بل استثمار في المستقبل.
أما ألمانيا، فتقع في مفارقة، إذ تُعاني من نقص حاد في العمالة الماهرة، بينما تُقوّض في الوقت نفسه جاذبية التدريب المهني المزدوج من خلال التعويضات غير الكافية. وقد انخفض عدد عقود التدريب المهني الجديدة لسنوات: فبحسب المعهد الاتحادي للتعليم والتدريب المهني، لم يُبرم سوى 489,200 عقد تدريب مهني جديد في عام 2023، وهو انخفاض مقارنةً بالسنوات السابقة.[9] أحد الأسباب الرئيسية: يمتنع العديد من الشباب عن الالتحاق بالتدريب المهني لعدم جدواه المالية.
مطالبنا: يجب أن يكون التدريب المهني كافيًا لتغطية نفقات المعيشة.
يطالب حزب العدالة - فريق تودنهوفر - بتغيير جذري في سياسة التدريب المهني. يجب ألا يكون دعم الدخل الأساسي شرطًا دائمًا للعاملين، وخاصةً للمتدربين الذين يسهمون بفعالية في بناء مستقبلهم.
1. حد أدنى لبدل التدريب المهني يكفي لتغطية نفقات المعيشة.
نطالب بحد أدنى قانوني لبدل التدريب المهني يُحدد بناءً على تكلفة المعيشة الفعلية. يجب تعديل هذا البدل إقليميًا وأن يصل إلى 80% على الأقل من أجر المعيشة. تحديدًا، يعني هذا: 1200 يورو صافية على الأقل في السنة الأولى من التدريب، مع زيادات تدريجية في السنوات اللاحقة. الحد الأدنى الحالي لبدل التدريب المهني بموجب قانون التدريب المهني (BBiG) البالغ 649 يورو في السنة الأولى من التدريب (اعتبارًا من عام 2024) غير كافٍ على الإطلاق، ويجب زيادته بشكل كبير.[10]
٢. التعديل التلقائي لمعدل التضخم
يجب تعديل بدلات التدريب المهني تلقائيًا سنويًا بما يتناسب مع معدل التضخم لمنع تراجع القوة الشرائية الحقيقية. كما يجب تطبيق مبدأ "الأجر المتساوي للعمل المتساوي" على المتدربين، فهم موظفون مؤهلون بالكامل، وليسوا عمالة رخيصة.
٣. بدل سكن للمتدربين في المناطق الحضرية
في المناطق ذات الإيجارات المرتفعة، يجب منح بدل سكن إضافي، بغض النظر عن وضع المتدرب السكني. لا يجوز إجبار الشباب على العيش مع ذويهم أو التخلي عن بعض فرص التدريب المهني بسبب وضعهم السكني.
٤. إزالة العوائق التمييزية أمام المزايا الاجتماعية
طالما أن بدلات التدريب المهني لا تضمن أجرًا يكفي للعيش الكريم، يجب إزالة جميع العقبات البيروقراطية التي تحول دون الحصول على المزايا الاجتماعية التكميلية. يجب إصلاح نظام دعم التدريب المهني وتسهيل الوصول إليه. يجب إلغاء اللوائح التمييزية التي تستبعد المتدربين من بعض المزايا.
5. محاسبة الشركات
يجب على الشركات التي توفر برامج التدريب المهني أن تفي بمسؤوليتها الاجتماعية. كما يجب على المستفيدين من المتخصصين المدربين تدريباً جيداً أن يكونوا مستعدين للاستثمار بشكل مناسب في تدريبهم. وبدلاً من إساءة استخدام الإعانات الحكومية الأساسية كدعم للأجور، ينبغي على الشركات دفع أجور عادلة للمتدربين. وفي الوقت نفسه، يجب دعم الشركات الصغيرة والمتوسطة من خلال تمويل موجه لتخفيف التكاليف الإضافية.
التحول المجتمعي في القيم بات ضرورياً
إن الجدل الدائر حول دعم الدخل الأساسي للمتدربين هو عرض لمشكلة أعمق: لقد غابت عن مجتمعنا قيمة العمل والتعليم. فعندما يعجز حتى من يعملون ويدرسون عن العيش من دخلهم، تتزعزع أسس المجتمع.
إن الدولة التي تكافئ مستقبل شبابها بمجرد إعانات تفقد حقها في الحديث عن تكافؤ الفرص واقتصاد السوق الاجتماعي. فالتعليم ليس منّة، بل هو حق أساسي. ولا ينبغي أن يكون عامل خطر للفقر، بل مفتاحاً لحياة مستقلة.
إن التوسع المزمع في دعم الدخل الأساسي ليشمل المتدربين، في أحسن الأحوال، ليس إلا حلاً مؤقتاً، لا بديلاً عن الإصلاحات الهيكلية. ما نحتاجه هو نظام يُقدّر التدريب المهني، ويُكافئ الإنجاز، ويُمكّن الشباب من المشاركة الفعّالة في المجتمع، لا مجرد البقاء على قيد الحياة، بل عيش حياة كريمة.
حزب العدالة - فريق تودنهوفر - يتبنى سياسة تدريب مهني تستحق هذا الاسم بجدارة: عادلة، ومستقبلية، وإنسانية.