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Obdachlosigkeit in Deutschland: Eine gesellschaftliche Krise, die politisches Handeln erfordert

Obdachlosigkeit in Deutschland: Eine gesellschaftliche Krise, die politisches Handeln erfordert

Schirin Simo
Soziales
09. February 2026
12 Min. Lesezeit

Arabische Übersetzung am Ende.   الترجمة العربية موجودة أدناه.

Die Dimension des Problems

Deutschland, eine der wohlhabendsten Nationen der Welt, steht vor einer beschämenden Realität: Die Zahl der obdachlosen Menschen hat in den vergangenen Jahren dramatisch zugenommen. Nach aktuellen Schätzungen der Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe (BAG W) waren im Jahr 2022 rund 263.000 Menschen in Deutschland ohne Wohnung, davon etwa 50.000 Menschen vollständig ohne jede Unterkunft und somit auf der Straße lebend.[1] Diese Zahlen markieren einen besorgniserregenden Höchststand und verdeutlichen das Versagen der bisherigen Wohnungs- und Sozialpolitik.

Besonders alarmierend ist die Entwicklungsdynamik: Während im Jahr 2016 noch etwa 52.000 Menschen auf der Straße lebten, hat sich diese Zahl binnen weniger Jahre nahezu verdoppelt.[2] Die COVID-19-Pandemie hat diese Entwicklung zusätzlich verschärft, da viele Hilfsangebote zeitweise eingeschränkt waren und gleichzeitig wirtschaftliche Existenzen vernichtet wurden.

Wer sind die Betroffenen?

Das Gesicht der Obdachlosigkeit in Deutschland ist vielfältiger, als viele vermuten mögen. Entgegen gängiger Klischees sind keineswegs ausschließlich ältere, suchtkranke Männer betroffen. Vielmehr zeigt sich ein breites Spektrum an Betroffenen:

Zunehmend betroffen sind Frauen: Ihr Anteil unter den obdachlosen Menschen liegt mittlerweile bei etwa 27 Prozent.[3] Frauen in der Obdachlosigkeit sind besonders vulnerabel und häufig Opfer von Gewalt und sexuellen Übergriffen. Viele versuchen, ihre Situation zu verbergen und nehmen deshalb seltener Hilfsangebote in Anspruch.

Junge Menschen: Erschreckenderweise sind auch immer mehr junge Erwachsene von Wohnungslosigkeit betroffen. Etwa 23 Prozent der obdachlosen Menschen sind unter 25 Jahre alt.[4] Oft führen Konflikte im Elternhaus, der Abbruch von Ausbildungen oder das Ende von Jugendhilfemaßnahmen in die Obdachlosigkeit.

Menschen mit Migrationshintergrund: Einen erheblichen Anteil stellen EU-Bürgerinnen und -Bürger aus anderen Mitgliedstaaten dar, insbesondere aus Osteuropa. Sie kommen häufig auf der Suche nach Arbeit nach Deutschland, scheitern jedoch und landen aufgrund fehlender sozialer Absicherung auf der Straße.[5]

Familien mit Kindern: Auch wenn sie seltener sichtbar auf der Straße leben, ist die Zahl wohnungsloser Familien gestiegen. Diese leben häufig in Notunterkünften, bei Bekannten oder in völlig unzureichenden Wohnverhältnissen.[6]

Die strukturellen Ursachen der Krise

Die Obdachlosigkeitskrise in Deutschland ist kein Naturereignis, sondern das Resultat politischer Entscheidungen und gesellschaftlicher Entwicklungen der vergangenen Jahrzehnte.

Der dramatische Mangel an bezahlbarem Wohnraum

Im Zentrum der Krise steht der akute Mangel an bezahlbarem Wohnraum, insbesondere in Ballungsgebieten. Zwischen 2011 und 2021 sind die Mieten in deutschen Großstädten durchschnittlich um 40 bis 50 Prozent gestiegen.[7] Gleichzeitig stagnieren die Einkommen vieler Menschen oder wachsen deutlich langsamer als die Wohnkosten.

Der soziale Wohnungsbau wurde über Jahrzehnte vernachlässigt. Während 1990 noch etwa 3 Millionen Sozialwohnungen existierten, waren es 2022 nur noch rund 1,1 Millionen.[8] Jährlich fallen mehr Wohnungen aus der Sozialbindung heraus, als neue geschaffen werden. Diese Entwicklung ist das direkte Ergebnis einer Politik, die den Wohnungsmarkt weitgehend privaten Investorinnen und Investoren überlassen hat und auf Gewinnmaximierung statt auf Daseinsvorsorge setzt.

Armut und prekäre Beschäftigung

Deutschland weist trotz seiner wirtschaftlichen Stärke eine erschreckend hohe Armutsquote auf. Im Jahr 2022 waren 16,9 Prozent der Bevölkerung armutsgefährdet.[9] Besonders betroffen sind Alleinerziehende, kinderreiche Familien, Menschen mit geringer Qualifikation und Langzeitarbeitslose.

Die Ausweitung des Niedriglohnsektors und die Zunahme prekärer Beschäftigungsverhältnisse haben dazu geführt, dass auch Erwerbstätige zunehmend von Armut und Wohnungslosigkeit bedroht sind. Trotz Vollzeitbeschäftigung können immer mehr Menschen die steigenden Mieten nicht mehr aufbringen.

Unzureichende soziale Absicherung

Das deutsche Sozialsystem weist erhebliche Lücken auf, die Menschen in die Obdachlosigkeit treiben können. Die Regelsätze im Bürgergeldsystem reichen häufig nicht aus, um angemessenen Wohnraum zu finanzieren. Zudem führen bürokratische Hürden, Sanktionen und Leistungskürzungen dazu, dass Menschen ihre Wohnung verlieren oder keine neue finden können.[10]

Besonders problematisch ist die Situation von EU-Bürgerinnen und -Bürgern aus anderen Mitgliedstaaten, die häufig keinen Anspruch auf Sozialleistungen haben und daher besonders schnell in die Obdachlosigkeit abrutschen können.

Weitere Risikofaktoren

Zahlreiche weitere Faktoren erhöhen das Risiko, obdachlos zu werden:

  • Psychische Erkrankungen und Suchtproblematiken: Etwa 70 bis 80 Prozent der obdachlosen Menschen leiden unter psychischen Erkrankungen oder Suchtproblemen.[11] Häufig sind diese jedoch nicht die Ursache, sondern die Folge der Obdachlosigkeit oder werden durch sie massiv verschlimmert.
  • Gewalt und Traumatisierung: Viele obdachlose Menschen haben in ihrer Vergangenheit Gewalt, Missbrauch oder andere traumatische Erfahrungen gemacht.
  • Fehlende soziale Netzwerke: Der Verlust von familiären Bindungen und Freundschaften erhöht das Risiko der Obdachlosigkeit erheblich.
  • Haftentlassung: Menschen, die aus der Haft entlassen werden, finden häufig keine Wohnung und landen auf der Straße.

Die Folgen für Betroffene und Gesellschaft

Leben auf der Straße bedeutet nicht nur den Verlust des eigenen Wohnraums, sondern einen fundamentalen Einschnitt in alle Lebensbereiche. Die gesundheitlichen Auswirkungen sind dramatisch: Obdachlose Menschen haben eine um 20 bis 30 Jahre reduzierte Lebenserwartung.[12] Sie leiden überdurchschnittlich häufig an Infektionskrankheiten, chronischen Erkrankungen und erhalten nur unzureichende medizinische Versorgung.

Die soziale Isolation und Stigmatisierung führen zu massiven psychischen Belastungen. Viele Betroffene erleben täglich Demütigungen, Gewalt und Ablehnung. Der Zugang zu grundlegenden Dienstleistungen wie Bankkonten, Mobilfunkverträgen oder auch nur zu öffentlichen Toiletten und Duschen ist erschwert oder unmöglich.

Auch für die Gesellschaft insgesamt entstehen erhebliche Kosten: Die medizinische Versorgung obdachloser Menschen in Notaufnahmen ist teurer als präventive Maßnahmen. Die volkswirtschaftlichen Kosten der Obdachlosigkeit werden auf mehrere Milliarden Euro jährlich geschätzt.[13]

Internationale Perspektiven: Was andere Länder anders machen

Ein Blick über die Grenzen zeigt, dass Obdachlosigkeit kein unabwendbares Schicksal ist. Mehrere europäische Länder haben erfolgreich Strategien zur Bekämpfung der Obdachlosigkeit implementiert.

Das finnische Modell „Housing First"

Finnland gilt international als Vorreiter in der Obdachlosigkeitsbekämpfung. Seit der konsequenten Umsetzung des „Housing First"-Ansatzes ab 2008 konnte die Zahl der obdachlosen Menschen um über 35 Prozent reduziert werden.[14] Das Konzept basiert auf einem simplen, aber revolutionären Gedanken: Wohnen ist ein Grundrecht und keine Belohnung für „gutes Verhalten".

Konkret bedeutet dies: Obdachlose Menschen erhalten zunächst bedingungslos eine eigene Wohnung mit regulärem Mietvertrag. Erst danach werden begleitende Hilfsangebote zur Bewältigung weiterer Probleme wie Sucht oder psychische Erkrankungen gemacht – die Annahme dieser Angebote ist jedoch freiwillig und keine Voraussetzung für den Erhalt der Wohnung.

Die finnische Regierung hat massiv in den Bau von bezahlbaren Wohnungen investiert und gleichzeitig ehemalige Obdachlosenheime in permanenten Wohnraum umgewandelt. Begleitend wurden multiprofessionelle Teams aus Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeitern, Pflegekräften und Psychologinnen und Psychologen aufgebaut, die die Menschen langfristig betreuen.[15]

Der Erfolg gibt dem Konzept recht: Studien zeigen, dass etwa 80 Prozent der Teilnehmenden dauerhaft in ihren Wohnungen bleiben.[16] Zudem ist „Housing First" langfristig kostengünstiger als die konventionelle Obdachlosenhilfe, da die Kosten für Notunterkünfte, Krankenhausaufenthalte und Polizeieinsätze drastisch sinken.

Österreich: Sozialwohnungsbau als Prävention

Österreich, insbesondere Wien, verfolgt einen anderen, aber ebenso erfolgreichen Ansatz: Etwa 60 Prozent der Wienerinnen und Wiener leben in Gemeindewohnungen oder geförderten Wohnungen.[17] Dieser starke kommunale Wohnungsbau sorgt dafür, dass bezahlbarer Wohnraum für breite Bevölkerungsschichten verfügbar ist und verhindert so präventiv Wohnungslosigkeit.

Die Mieten in kommunalen Wohnungen liegen deutlich unter dem privaten Marktniveau, sind aber keineswegs als „Sozialwohnungen" im engeren Sinne stigmatisiert. Auch Mittelschichtsangehörige leben dort. Dies führt zu sozial gemischten Vierteln und verhindert Segregation.

Was Deutschland jetzt tun muss

Die Obdachlosigkeitskrise erfordert entschlossenes und umfassendes politisches Handeln auf allen Ebenen. Die Gerechtigkeitspartei – Team Todenhöfer fordert ein Maßnahmenpaket, das an den strukturellen Ursachen ansetzt:

1. Massive Ausweitung des sozialen Wohnungsbaus

Deutschland benötigt eine Wohnungsbauoffensive, die jährlich mindestens 100.000 neue Sozialwohnungen schafft. Diese müssen dauerhaft in öffentlicher Hand oder in der Hand gemeinnütziger Wohnungsbaugesellschaften bleiben, um ein erneutes Auslaufen der Sozialbindung zu verhindern. Der Bund muss hierfür ausreichende Mittel bereitstellen und die Länder bei der Umsetzung unterstützen.

Zudem muss der Bestand kommunaler Wohnungen ausgebaut und die Privatisierung öffentlichen Wohnraums gestoppt werden. Kommunen müssen das Vorkaufsrecht konsequent nutzen, um Wohnraum dem spekulativen Markt zu entziehen.

2. Implementierung des „Housing First"-Ansatzes

Deutschland sollte dem finnischen Vorbild folgen und „Housing First" flächendeckend als Leitprinzip der Obdachlosenhilfe etablieren. Dies erfordert eine grundlegende Neuausrichtung der bestehenden Hilfesysteme, die bislang häufig auf dem „Treppenprinzip" basieren – also der Vorstellung, dass Menschen erst bestimmte Bedingungen erfüllen müssen, bevor sie eine Wohnung erhalten.

Pilotprojekte in deutschen Städten wie Berlin, München und Hamburg haben bereits gezeigt, dass „Housing First" auch hier funktioniert.[18] Diese müssen ausgebaut und mit ausreichenden Mitteln ausgestattet werden.

3. Stärkung der sozialen Sicherungssysteme

Die Regelsätze im Bürgergeldsystem müssen deutlich angehoben werden und sich an den realen Lebenshaltungskosten orientieren. Die Übernahme von Wohnkosten muss unbürokratischer und großzügiger erfolgen. Sanktionen, die Menschen in existenzielle Not bringen können, müssen abgeschafft werden.

EU-Bürgerinnen und -Bürger aus anderen Mitgliedstaaten dürfen nicht von grundlegenden Sozialleistungen ausgeschlossen werden. Hier braucht es europäische Lösungen, die das Prinzip der Freizügigkeit mit sozialer Absicherung verbinden.

4. Ausbau niedrigschwelliger Hilfsangebote

Solange noch Menschen auf der Straße leben, benötigen sie Zugang zu grundlegenden Versorgungsleistungen: ausreichende Notunterkünfte, medizinische Versorgung, Essenausgaben, Dusch- und Waschmöglichkeiten. Diese Angebote müssen ausgebaut und ganzjährig zur Verfügung stehen – nicht nur im Winter.

Besonders wichtig ist die aufsuchende Sozialarbeit, die Menschen dort erreicht, wo sie sind, und Vertrauen aufbaut. Multiprofessionelle Teams, die neben Sozialarbeitenden auch medizinisches und psychologisches Personal umfassen, sind hier besonders erfolgreich.

5. Prävention von Wohnungslosigkeit

Viele Fälle von Obdachlosigkeit könnten verhindert werden, wenn rechtzeitig interveniert wird. Dazu gehören:

  • Mietschuldenprävention: Kommunale Beratungsstellen sollten frühzeitig Menschen unterstützen, die Schwierigkeiten haben, ihre Miete zu zahlen. Bürgschaftsprogramme und Überbrückungskredite können Räumungen verhindern.
  • Räumungsprävention: Bevor eine Räumung vollzogen wird, sollten verpflichtende Beratungsgespräche stattfinden, in denen Alternativen geprüft werden.
  • Unterstützung beim Übergang: Besonders vulnerable Gruppen wie Jugendliche, die die Jugendhilfe verlassen, oder Haftentlassene benötigen gezielte Unterstützung beim Übergang in ein eigenständiges Leben.

6. Rechtliche Verankerung

Das Recht auf Wohnen sollte im Grundgesetz verankert werden. Dies würde ein klares politisches Signal setzen und die rechtliche Position von Menschen stärken, die von Wohnungslosigkeit bedroht oder betroffen sind.

Zudem sollte eine nationale Obdachlosenstrategie mit verbindlichen Zielen entwickelt werden. Mehrere europäische Länder, darunter Finnland, Irland und Portugal, haben sich das Ziel gesetzt, Obdachlosigkeit vollständig zu beenden.[19] Auch Deutschland sollte sich zu diesem Ziel bekennen und konkrete Schritte zur Umsetzung definieren.

7. Entstigmatisierung und gesellschaftliches Bewusstsein

Obdachlose Menschen erfahren täglich Stigmatisierung und Ablehnung. Öffentlichkeitskampagnen müssen dazu beitragen, Vorurteile abzubauen und deutlich zu machen, dass Obdachlosigkeit Menschen aus allen Gesellschaftsschichten treffen kann und keine individuelle Schuld ist.

Die mediale Berichterstattung sollte obdachlose Menschen nicht als passive Opfer oder als selbstverschuldet Gescheiterte darstellen, sondern ihre Würde respektieren und strukturelle Ursachen in den Fokus rücken.

Fazit: Obdachlosigkeit ist politisch lösbar

Die Obdachlosigkeit in Deutschland ist keine unabwendbare Naturkatastrophe, sondern das Ergebnis politischer Entscheidungen. Jahrzehntelange Vernachlässigung des sozialen Wohnungsbaus, die Ausweitung prekärer Beschäftigung, unzureichende soziale Sicherungssysteme und ein spekulativer Wohnungsmarkt haben zu einer Situation geführt, in der Zehntausende Menschen ohne Obdach auf der Straße leben müssen.

Die internationale Erfahrung zeigt jedoch: Obdachlosigkeit kann erfolgreich bekämpft werden, wenn der politische Wille vorhanden ist und ausreichende Ressourcen mobilisiert werden. Das finnische Modell „Housing First" beweist, dass ein Ansatz, der Wohnen als Grundrecht begreift und bedingungslos zur Verfügung stellt, nicht nur menschlich geboten, sondern auch ökonomisch sinnvoll ist.

Deutschland hat die wirtschaftlichen Möglichkeiten, die Obdachlosigkeitskrise zu beenden. Was fehlt, ist der politische Wille, Wohnen konsequent als öffentliches Gut zu begreifen und nicht den Marktmechanismen zu überlassen. Die Gerechtigkeitspartei – Team Todenhöfer steht für eine Politik, die das Recht auf menschenwürdiges Wohnen für alle Menschen in den Mittelpunkt stellt.

Jeder Mensch, der auf der Straße leben muss, ist einer zu viel. Es ist höchste Zeit, dass Deutschland seiner Verantwortung gerecht wird und entschlossen handelt. Die Würde des Menschen ist unantastbar – dieser Grundsatz muss auch für das Recht auf Wohnen gelten.

Quellenverzeichnis

[1] Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe e.V. (BAG W) (2023): Zahl der Wohnungslosen in Deutschland. Schätzung für das Jahr 2022. Berlin.

[2] Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe e.V. (BAG W) (2018): Zahl der Wohnungslosen. Entwicklung 2016 bis 2018. Berlin.

[3] Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe e.V. (BAG W) (2023): Frauen in der Wohnungslosigkeit. Aktuelle Daten und Entwicklungen. Berlin.

[4] Gerull, S. (2020): Junge Wohnungslose. In: Gillich, S. & Keicher, R. (Hrsg.): Handbuch Wohnungslosenhilfe. Heidelberg: medhochzwei Verlag, S. 235-248.

[5] Busch-Geertsema, V. (2019): Wohnungslosigkeit in Deutschland aus europäischer Perspektive. In: Aus Politik und Zeitgeschichte 69 (25-26), S. 40-46.

[6] Enders-Dragässer, U. & Sellach, B. (2018): Armut und Wohnungslosigkeit von Familien. Expertise im Auftrag der Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe. Berlin.

[7] Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) (2022): Mietpreisentwicklung in deutschen Großstädten 2011-2021. Bonn.

[8] Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen (2023): Sozialwohnungsbestand in Deutschland. Aktuelle Entwicklung und Perspektiven. Berlin.

[9] Statistisches Bundesamt (2023): Armutsgefährdungsquote in Deutschland. Ergebnisse des Mikrozensus 2022. Wiesbaden.

[10] Lutz, R. & Simon, T. (Hrsg.) (2020): Lehrbuch der Wohnungslosenhilfe. Eine Einführung in Praxis, Positionen und Perspektiven. Weinheim: Beltz Juventa.

[11] Bäuml, J. et al. (2017): Psychische Erkrankungen und Wohnungslosigkeit. In: Der Nervenarzt 88 (11), S. 1271-1279.

[12] Morrison, D. S. (2009): Homelessness as an independent risk factor for mortality: results from a retrospective cohort study. In: International Journal of Epidemiology 38 (3), S. 877-883.

[13] Busch-Geertsema, V. et al. (2019): Entstehung, Verlauf und Struktur von Wohnungslosigkeit und Strategien zu ihrer Vermeidung und Behebung. Bundesministerium für Arbeit und Soziales, Forschungsbericht 534. Berlin.

[14] Pleace, N. (2016): Housing First Guide Europe. Brussels: FEANTSA.

[15] Y-Foundation (2022): A Home of Your Own. Housing First and ending homelessness in Finland. Helsinki.

[16] Tainio, H. & Fredriksson, P. (2009): The Finnish Homelessness Strategy: From a 'Staircase' Model to a 'Housing First' Approach. European Journal of Homelessness 3, S. 181-199.

[17] Stadt Wien (2022): Wiener Wohnbau. Zahlen, Daten, Fakten. Wien: Magistrat der Stadt Wien.

[18] Gillich, S. (2020): Housing First in Deutschland. Erfolge und Herausforderungen. In: Wohnungslos 62 (2), S. 43-48.

[19] European Commission (2021): The European Platform on Combatting Homelessness. Luxembourg: Publications Office of the European Union.


التشرد في ألمانيا: أزمة مجتمعية تستدعي تحركًا سياسيًا

أبعاد المشكلة

تواجه ألمانيا، إحدى أغنى دول العالم، واقعًا مُخزيًا: فقد ازداد عدد المشردين بشكلٍ كبير في السنوات الأخيرة. ووفقًا للتقديرات الحالية الصادرة عن الاتحاد الفيدرالي لمساعدة المشردين (BAG W)، بلغ عدد المشردين في ألمانيا حوالي 263 ألف شخص عام 2022، منهم نحو 50 ألفًا بلا مأوى على الإطلاق، يعيشون في الشوارع. تُشير هذه الأرقام إلى ذروة مُقلقة، وتُسلط الضوء على فشل سياسات الإسكان والسياسات الاجتماعية الحالية.

وتُعدّ سرعة الزيادة مُقلقة للغاية: فبينما كان حوالي 52 ألف شخص يعيشون في الشوارع عام 2016، تضاعف هذا العدد تقريبًا في غضون سنوات قليلة.وقد فاقمت جائحة كوفيد-19 من حدة هذا التوجه، حيث تم تقييد العديد من خدمات الدعم مؤقتًا، وتضررت سُبل العيش في الوقت نفسه.

من هم المتضررون؟

إنّ وجه التشرد في ألمانيا أكثر تنوعًا مما قد يتصوره الكثيرون. خلافًا للصورة النمطية الشائعة، لا يقتصر تأثير التشرد على كبار السن من الرجال المدمنين فحسب، بل يشمل شريحة واسعة من الناس:

تتزايد نسبة النساء المتضررات، حيث تبلغ نسبتهن من المشردين حوالي 27%.وتُعدّ النساء المشرّدات أكثر عرضةً للخطر، وكثيرًا ما يقعن ضحايا للعنف والاعتداء الجنسي. تحاول الكثيرات إخفاء وضعهن، وبالتالي يقلّ استفادتهن من خدمات الدعم.

الشباب: من المثير للقلق أن نسبة الشباب البالغين المتضررين من التشرد تتزايد أيضًا. حوالي 23% من المشردين تقل أعمارهم عن 25 عامًا. غالبًا ما تؤدي النزاعات الأسرية، أو الانقطاع عن التدريب المهني أو التعليم، أو انتهاء خدمات رعاية الشباب إلى التشرد.

المهاجرون: نسبة كبيرة منهم مواطنون من دول أعضاء أخرى في الاتحاد الأوروبي، وخاصةً من أوروبا الشرقية. غالبًا ما يأتون إلى ألمانيا بحثًا عن عمل، لكنهم يفشلون وينتهي بهم المطاف في الشوارع بسبب انعدام الضمان الاجتماعي.

العائلات التي لديها أطفال: على الرغم من أن وجودهم في الشوارع أصبح أقل وضوحًا، إلا أن عدد العائلات المشردة قد ازداد. غالبًا ما تعيش هذه العائلات في ملاجئ طوارئ، أو مع معارف، أو في ظروف سكنية غير ملائمة تمامًا.

الأسباب الهيكلية للأزمة

إن أزمة التشرد في ألمانيا ليست ظاهرة طبيعية، بل هي نتيجة قرارات سياسية وتطورات اجتماعية شهدتها العقود الأخيرة.

النقص الحاد في المساكن الميسورة التكلفة

يكمن جوهر الأزمة في النقص الحاد في المساكن الميسورة التكلفة، لا سيما في المناطق الحضرية الكبرى. فبين عامي 2011 و2021، ارتفعت الإيجارات في المدن الألمانية الكبرى بنسبة تتراوح بين 40 و50 بالمئة في المتوسط.وفي الوقت نفسه، تشهد دخول الكثيرين ركودًا أو نموًا أبطأ بكثير من تكاليف السكن.

لقد أُهمل بناء المساكن الاجتماعية لعقود. فبينما كان هناك حوالي 3 ملايين وحدة سكنية اجتماعية في عام 1990، انخفض هذا العدد إلى حوالي 1.1 مليون وحدة بحلول عام 2022.ويفوق عدد الوحدات المفقودة من المساكن الاجتماعية سنويًا عدد الوحدات المبنية حديثًا. هذا التطور هو نتيجة مباشرة لسياسة تركت سوق الإسكان إلى حد كبير للمستثمرين من القطاع الخاص وتركز على تعظيم الربح بدلاً من توفير الخدمات الأساسية.

الفقر والعمالة غير المستقرة

على الرغم من قوتها الاقتصادية، تعاني ألمانيا من معدل فقر مرتفع بشكل صادم. ففي عام 2022، كان 16.9% من السكان معرضين لخطر الفقر.ويتأثر بذلك بشكل خاص الأسر التي يعولها أحد الوالدين، والأسر الكبيرة، والأشخاص ذوو المؤهلات المتدنية، والعاطلون عن العمل لفترات طويلة.

وقد أدى توسع قطاع الأجور المنخفضة وازدياد العمالة غير المستقرة إلى وضع بات فيه حتى العاملون أنفسهم مهددين بشكل متزايد بالفقر والتشرد. فعلى الرغم من توفر وظائف بدوام كامل، لم يعد بمقدور الكثيرين تحمل الإيجارات المتزايدة.

عدم كفاية الضمان الاجتماعي

يعاني نظام الضمان الاجتماعي الألماني من ثغرات كبيرة قد تدفع الناس إلى التشرد. فغالباً ما تكون المعدلات القياسية في نظام دعم الدخل الأساسي غير كافية لتوفير سكن لائق. إضافة إلى ذلك، فإن العقبات البيروقراطية والعقوبات وتخفيضات الإعانات تعني أن الناس يفقدون منازلهم أو يعجزون عن إيجاد مساكن جديدة.

ويُعدّ الوضع إشكالياً بشكل خاص لمواطني الاتحاد الأوروبي من الدول الأعضاء الأخرى، الذين غالباً ما يفتقرون إلى الحصول على الإعانات الاجتماعية، وبالتالي قد يقعون في براثن التشرد بسرعة كبيرة.

عوامل خطر إضافية

هناك العديد من العوامل الأخرى التي تزيد من خطر التشرد:

• الأمراض النفسية ومشاكل الإدمان: يعاني ما يقارب 70 إلى 80 بالمئة من المشردين من أمراض نفسية أو مشاكل إدمان. ومع ذلك، غالبًا ما لا تكون هذه العوامل سببًا للتشرد، بل نتيجة له ​​أو تتفاقم بسببه بشكل كبير.

• العنف والصدمات النفسية: تعرض العديد من المشردين للعنف أو الإيذاء أو غيرها من الأحداث الصادمة في الماضي.

• انعدام الشبكات الاجتماعية: يؤدي فقدان الروابط الأسرية والصداقات إلى زيادة خطر التشرد بشكل كبير.

• الإفراج من السجن: غالبًا ما يعجز المفرج عنهم من السجون عن إيجاد سكن، وينتهي بهم المطاف في الشوارع.

الآثار المترتبة على المتضررين والمجتمع

لا يقتصر العيش في الشوارع على فقدان المسكن فحسب، بل يُحدث اضطرابًا جوهريًا في جميع جوانب الحياة. وتكون العواقب الصحية وخيمة: إذ ينخفض ​​متوسط ​​العمر المتوقع للمشردين بمقدار 20 إلى 30 عامًا. يعانون بشكل غير متناسب من الأمراض المعدية والمزمنة، ويتلقون رعاية طبية غير كافية.

يؤدي العزل الاجتماعي والوصم إلى ضغوط نفسية هائلة. ويتعرض العديد من المتضررين للإذلال والعنف والنبذ ​​يوميًا. ويصعب أو يستحيل عليهم الوصول إلى الخدمات الأساسية كالحسابات المصرفية، وعقود الهواتف المحمولة، أو حتى المراحيض العامة والاستحمام.

كما يتكبد المجتمع ككل تكاليف باهظة: فالرعاية الطبية للمشردين في غرف الطوارئ أغلى من التدابير الوقائية. وتُقدر التكاليف الاقتصادية للتشرد بمليارات اليورو سنويًا.

وجهات نظر دولية: ما تفعله الدول الأخرى بشكل مختلف

يُظهر النظر إلى ما وراء الحدود الوطنية أن التشرد ليس مصيرًا محتومًا. فقد نجحت عدة دول أوروبية في تطبيق استراتيجيات لمكافحة التشرد.

نموذج "السكن أولاً" الفنلندي

تُعرف فنلندا دوليًا بريادتها في مكافحة التشرد. فمنذ تطبيق نهج "السكن أولاً" بشكل متواصل بدءًا من عام ٢٠٠٨، انخفض عدد المشردين بأكثر من ٣٥٪.يقوم هذا المفهوم على فكرة بسيطة لكنها ثورية: السكن حق أساسي وليس مكافأة على "حسن السلوك".

وبالتحديد، يعني هذا أن المشردين يُمنحون أولاً شقة خاصة بهم بعقد إيجار منتظم، دون أي شروط. بعد ذلك فقط تُقدم لهم خدمات الدعم لمعالجة مشاكل أخرى كالإدمان أو الأمراض النفسية، مع العلم أن قبول هذه الخدمات طوعي وليس شرطًا للحصول على السكن.

استثمرت الحكومة الفنلندية بكثافة في بناء مساكن بأسعار معقولة، وقامت في الوقت نفسه بتحويل ملاجئ المشردين السابقة إلى مساكن دائمة. إلى جانب ذلك، تم تشكيل فرق متعددة التخصصات من الأخصائيين الاجتماعيين والممرضين وعلماء النفس لتقديم الدعم طويل الأمد.

إن نجاح هذا المفهوم خير دليل على فعاليته: تشير الدراسات إلى أن حوالي 80% من المشاركين يبقون في شققهم بشكل دائم.علاوة على ذلك، يُعدّ برنامج "السكن أولاً" أكثر فعالية من حيث التكلفة على المدى الطويل مقارنةً بخدمات المشردين التقليدية، حيث تنخفض تكاليف الملاجئ الطارئة والإقامة في المستشفيات وتدخلات الشرطة بشكل كبير.

النمسا: السكن الاجتماعي كإجراء وقائي

تتبع النمسا، وفيينا تحديداً، نهجاً مختلفاً ولكنه ناجح بنفس القدر: إذ يعيش حوالي 60% من سكان فيينا في مساكن بلدية أو مدعومة. يضمن هذا القطاع القوي للإسكان البلدي توفير سكن ميسور التكلفة لشرائح واسعة من السكان، مما يساهم في منع التشرد.

تُعدّ الإيجارات في المساكن البلدية أقل بكثير من مستويات السوق الخاصة، ولكن هذه الشقق لا تُصنّف بأي حال من الأحوال على أنها "سكن اجتماعي" بالمعنى الضيق. كما يسكنها أيضاً أفراد من الطبقة المتوسطة. وهذا ما يُسهم في خلق أحياء متنوعة اجتماعياً ويمنع التمييز.

ما يجب على ألمانيا فعله الآن

تتطلب أزمة التشرد تحركاً سياسياً حاسماً وشاملاً على جميع المستويات. يطالب حزب العدالة - فريق تودنهوفر - بحزمة من الإجراءات لمعالجة الأسباب الهيكلية:

1. توسيع نطاق الإسكان الاجتماعي بشكل كبير

تحتاج ألمانيا إلى مبادرة لبناء المساكن تُنشئ ما لا يقل عن 100,000 وحدة سكنية اجتماعية جديدة سنويًا. يجب أن تبقى هذه الوحدات ملكية عامة دائمة أو تحت إدارة جمعيات إسكان غير ربحية لمنع انتهاء التزامات الإسكان الاجتماعي مجددًا. يجب على الحكومة الفيدرالية توفير التمويل الكافي لهذا الغرض ودعم الولايات في تنفيذه.

بالإضافة إلى ذلك، يجب توسيع مخزون المساكن البلدية ووقف خصخصة الإسكان العام. يجب على البلديات ممارسة حقها في الشفعة بشكل مستمر لإخراج المساكن من سوق المضاربة.

2. تطبيق نهج "السكن أولًا"

ينبغي لألمانيا أن تحذو حذو فنلندا وتُرسّخ نهج "السكن أولًا" على مستوى البلاد كمبدأ توجيهي لخدمات المشردين. يتطلب هذا إعادة هيكلة جذرية لأنظمة الدعم الحالية، والتي غالبًا ما تعتمد على نهج "التدرج" - أي فكرة وجوب استيفاء الأفراد لشروط معينة قبل حصولهم على السكن.

لقد أظهرت المشاريع التجريبية في المدن الألمانية مثل برلين وميونيخ وهامبورغ بالفعل أن "السكن أولاً" يعمل هنا أيضًا. يجب توسيع هذه المشاريع وتزويدها بموارد كافية.

3. تعزيز أنظمة الضمان الاجتماعي

يجب زيادة المعدلات الأساسية في نظام الدخل الأساسي بشكل ملحوظ ومواءمتها مع تكلفة المعيشة الفعلية. كما يجب تقديم مساعدات تكاليف السكن بسخاء أكبر وبإجراءات أقل تعقيدًا. ويجب إلغاء العقوبات التي قد تُعرّض الناس لضائقة وجودية.

يجب عدم استبعاد مواطني الاتحاد الأوروبي من الدول الأعضاء الأخرى من الحصول على المزايا الاجتماعية الأساسية. ثمة حاجة إلى حلول أوروبية تجمع بين مبدأ حرية التنقل والضمان الاجتماعي.

4. توسيع نطاق خدمات الدعم ذات العتبة المنخفضة

طالما أن الناس يعيشون في الشوارع، فهم بحاجة إلى الوصول إلى الخدمات الأساسية: مأوى طارئ مناسب، ورعاية طبية، وتوزيع الطعام، ومرافق للاستحمام وغسيل الملابس. يجب توسيع نطاق هذه الخدمات وتوفيرها على مدار العام، وليس فقط في فصل الشتاء.

يُعدّ العمل الاجتماعي الميداني بالغ الأهمية، إذ يصل إلى الناس أينما كانوا ويبني الثقة. وتُعدّ الفرق متعددة التخصصات، التي تضمّ أخصائيين اجتماعيين وأطباء وأخصائيين نفسيين، فعّالة للغاية في هذا الصدد.

5. الوقاية من التشرد

يمكن الوقاية من العديد من حالات التشرد بالتدخل في الوقت المناسب. يشمل ذلك ما يلي:

• منع تراكم الإيجارات: ينبغي لمراكز الإرشاد البلدية تقديم دعم مبكر للأفراد الذين يواجهون صعوبة في سداد إيجاراتهم. ويمكن لبرامج الضمان والقروض المؤقتة أن تمنع عمليات الإخلاء.

• منع الإخلاء: ينبغي عقد جلسات إرشاد إلزامية قبل أي عملية إخلاء، يتم خلالها استكشاف البدائل المتاحة.

• دعم الانتقال: تحتاج الفئات الأكثر ضعفاً، مثل الشباب الذين يغادرون مراكز رعاية الأحداث أو المفرج عنهم من السجون، إلى دعم مُوجّه خلال مرحلة الانتقال إلى حياة مستقلة.

6. الترسيخ القانوني

ينبغي تكريس الحق في السكن في القانون الأساسي (الدستور). من شأن ذلك أن يرسل إشارة سياسية واضحة ويعزز الوضع القانوني للأفراد المُهددين أو المتضررين من التشرد.

علاوة على ذلك، ينبغي وضع استراتيجية وطنية لمكافحة التشرد تتضمن أهدافاً مُلزمة. وقد حددت عدة دول أوروبية، من بينها فنلندا وأيرلندا والبرتغال، هدفاً يتمثل في القضاء التام على التشرد. وينبغي لألمانيا أيضاً الالتزام بهذا الهدف وتحديد خطوات عملية لتنفيذه.

٧. إزالة الوصمة والتوعية الاجتماعية

يواجه المشردون الوصم والنبذ ​​يوميًا. يجب أن تُسهم حملات التوعية العامة في دحض الأحكام المسبقة وتوضيح أن التشرد قد يُصيب الناس من جميع مناحي الحياة، وأنه ليس خطأً فرديًا.

ينبغي ألا تُصوّر التغطية الإعلامية المشردين كضحايا سلبيين أو كفاشلين تسببوا في مشاكلهم بأنفسهم، بل يجب أن تحترم كرامتهم وتركز على الأسباب الهيكلية.

الخلاصة: يمكن حل مشكلة التشرد سياسيًا

لا يُعد التشرد في ألمانيا كارثة طبيعية حتمية، بل هو نتيجة قرارات سياسية. فقد أدت عقود من إهمال الإسكان الاجتماعي، وتوسع نطاق العمل غير المستقر، وعدم كفاية أنظمة الضمان الاجتماعي، وسوق العقارات المضاربة، إلى وضع يُجبر فيه عشرات الآلاف من الناس على العيش في الشوارع بلا مأوى.

ومع ذلك، تُظهر التجارب الدولية أنه يُمكن مكافحة التشرد بنجاح إذا توفرت الإرادة السياسية وحُشدت الموارد الكافية. يُثبت نموذج "السكن أولاً" الفنلندي أن النهج الذي يُدرك السكن كحق أساسي ويُوفره دون قيد أو شرط ليس فقط ضرورة إنسانية، بل هو أيضاً خيار اقتصادي سليم.

تمتلك ألمانيا الموارد الاقتصادية اللازمة لإنهاء أزمة التشرد. ما ينقصها هو الإرادة السياسية لفهم السكن باستمرار كمنفعة عامة، وعدم تركه لآليات السوق. حزب العدالة - فريق تودنهوفر - يتبنى سياسة تجعل الحق في سكن كريم للجميع في صميمها.

كل شخص يُضطر للعيش في الشوارع هو عدد كبير جداً. لقد آن الأوان لألمانيا أن تفي بمسؤوليتها وتتحرك بحزم. كرامة الإنسان مصونة، ويجب أن ينطبق هذا المبدأ أيضاً على الحق في السكن.

 

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