Deutschlands Gasversorgung: Zwischen Mangel, Abhängigkeiten und Präventionsstrategien
Arabische Übersetzung am Ende. الترجمة العربية موجودة أدناه.
Die Transformation der deutschen Gasversorgung seit 2022
Die deutsche Gasversorgung hat seit dem Beginn des Ukraine-Krieges im Februar 2022 eine beispiellose Transformation durchlaufen. Was jahrzehntelang als verlässliche und kostengünstige Energiequelle galt, entwickelte sich binnen weniger Monate zur größten energiepolitischen Herausforderung der Bundesrepublik. Der nahezu vollständige Wegfall russischer Gaslieferungen, die 2021 noch 55 Prozent der deutschen Gasimporte ausmachten, zwang Deutschland zu einer radikalen Neuausrichtung seiner Energieversorgung[1].
Die Bundesregierung reagierte mit einem umfassenden Maßnahmenpaket, das von der Beschleunigung des LNG-Terminalausbaus über die Reaktivierung von Kohlekraftwerken bis hin zu weitreichenden Einsparappellen an Bevölkerung und Wirtschaft reichte. Diese Maßnahmen haben Deutschland bislang vor dem befürchteten Gasmangel bewahrt – doch die Situation bleibt fragil und wirft grundsätzliche Fragen über die zukünftige Ausrichtung der deutschen Energiepolitik auf.
Die aktuelle Versorgungslage: Zahlen und Fakten
Die Gasversorgung Deutschlands steht derzeit auf mehreren Säulen. Nach Angaben der Bundesnetzagentur lag der Füllstand der deutschen Gasspeicher zum Beginn der Heizperiode 2024/2025 bei über 95 Prozent – ein Ergebnis gesetzlicher Vorgaben, die Mindestfüllstände von 80 Prozent zum 1. Oktober vorschreiben[2]. Die Gesamtkapazität der deutschen Gasspeicher beträgt etwa 24 Milliarden Kubikmeter, was theoretisch den Bedarf für zwei bis drei Wintermonate decken kann[3].
Die Importstruktur hat sich fundamental gewandelt. Während russisches Pipeline-Gas praktisch keine Rolle mehr spielt, stammen die Gaslieferungen nun überwiegend aus Norwegen (etwa 30-35 Prozent), den Niederlanden (rund 20 Prozent) und zunehmend in Form von verflüssigtem Erdgas (LNG) aus Ländern wie den USA, Katar und weiteren internationalen Lieferanten[4]. Der LNG-Anteil an der deutschen Gasversorgung ist von nahezu null im Jahr 2021 auf etwa 20-25 Prozent gestiegen – eine bemerkenswerte Entwicklung in kürzester Zeit[5].
Der Gasverbrauch in Deutschland ist seit 2022 deutlich gesunken. Lag der Verbrauch 2021 noch bei etwa 90 Milliarden Kubikmetern, sank er 2022 auf rund 83 Milliarden und 2023 auf etwa 81 Milliarden Kubikmeter[6]. Diese Reduktion resultiert aus einer Kombination von Einsparmaßnahmen, Produktionsrückgängen in der energieintensiven Industrie und milderen Wintern. Besonders die Industrie hat ihren Gasverbrauch erheblich reduziert – teilweise allerdings weniger durch Effizienzgewinne als durch Produktionsverlagerungen ins Ausland[7].
Engpässe und Vulnerabilitäten: Wo Deutschland verwundbar bleibt
Trotz der erfolgreichen Bewältigung der unmittelbaren Krise bestehen erhebliche Verwundbarkeiten im deutschen Gasversorgungssystem. Ein zentrales Problem ist die mangelnde Diversifizierung der Bezugsquellen. Deutschland hat seine Abhängigkeit von einem dominanten Lieferanten (Russland) durch eine neue Abhängigkeit von wenigen alternativen Quellen ersetzt, ohne die strukturellen Probleme der Importabhängigkeit grundsätzlich zu lösen[8].
Die LNG-Infrastruktur, auf die Deutschland nun maßgeblich angewiesen ist, weist eigene Risiken auf. Die schwimmenden LNG-Terminals (FSRUs – Floating Storage and Regasification Units), die in Rekordzeit in Betrieb genommen wurden, sind zwar funktional, aber anfällig für technische Störungen und Wetterereignisse[9]. Zudem konkurriert Deutschland auf dem globalen LNG-Markt mit zahlreichen anderen Importeuren, insbesondere asiatischen Ländern, die oft bereit sind, höhere Preise zu zahlen[10].
Ein weiteres kritisches Element ist die Abhängigkeit von Transitrouten. Auch wenn die Lieferungen aus Norwegen und den Niederlanden per Pipeline erfolgen, durchqueren diese Leitungen mehrere Länder und sind potenziell anfällig für Sabotage, wie die Explosionen an den Nord Stream-Pipelines im September 2022 dramatisch gezeigt haben[11]. Die Kapazität der bestehenden Pipeline-Infrastruktur ist begrenzt, und Erweiterungen benötigen Jahre für Planung und Bau.
Besonders kritisch wird die Situation bei einem außergewöhnlich kalten und langen Winter. Modellrechnungen der Bundesnetzagentur zeigen, dass bei einem strengen Winter mit hohem Heizbedarf und gleichzeitig niedrigeren Liefermengen die Gasspeicher gegen Ende der Heizperiode nahezu vollständig geleert werden könnten[12]. In einem solchen Szenario würde Deutschland unmittelbar von täglichen Lieferungen abhängig, ohne Puffer für unvorhergesehene Ereignisse.
Die energieintensive Industrie – von der Chemieindustrie über Glashersteller bis hin zur Metallverarbeitung – steht vor besonderen Herausforderungen. Viele Produktionsprozesse können nicht kurzfristig unterbrochen werden, ohne dass teure Anlagen dauerhaft Schaden nehmen. Gleichzeitig haben die gestiegenen Gaspreise die Wettbewerbsfähigkeit dieser Branchen erheblich beeinträchtigt, was bereits zu Produktionsverlagerungen und Arbeitsplatzverlusten geführt hat[13].
Deutschlands Präventionspläne: Der Notfallplan Gas
Deutschland verfügt über einen mehrstufigen Notfallplan Gas, der bereits 2019 auf Basis der EU-Verordnung zur Versorgungssicherheit entwickelt und 2022 aktiviert wurde[14]. Dieser Plan sieht drei Eskalationsstufen vor: die Frühwarnstufe, die Alarmstufe und die Notfallstufe.
Die Frühwarnstufe wird ausgerufen, wenn konkrete Hinweise auf eine Verschlechterung der Versorgungslage vorliegen. In dieser Phase überwacht ein Krisenteam die Situation kontinuierlich, und die Marktakteure sind aufgefordert, eigenverantwortlich Maßnahmen zur Versorgungssicherung zu ergreifen[15].
Die Alarmstufe tritt ein, wenn eine Störung der Gasversorgung vorliegt oder eine erhebliche Verschlechterung der Versorgungssituation eintritt. Die Bundesnetzagentur kann in dieser Phase bereits regulierend eingreifen, die Gasversorgung wird aber noch grundsätzlich durch Marktmechanismen gewährleistet. Diese Stufe wurde im Juni 2022 ausgerufen und erst im April 2024 wieder aufgehoben[16].
Die Notfallstufe ist die höchste Eskalationsstufe und bedeutet, dass die Marktmechanismen nicht mehr ausreichen, um die Versorgung sicherzustellen. In diesem Fall übernimmt die Bundesnetzagentur als Bundeslastverteiler die direkte Steuerung der Gasverteilung. Geschützte Kunden – vor allem Privathaushalte, kleinere Gewerbebetriebe und kritische Infrastruktur wie Krankenhäuser – genießen dann Vorrang vor der Industrie[17]. Diese Stufe wurde bislang nicht aktiviert.
Konkrete Maßnahmen und Instrumente der Krisenprävention
Neben dem Notfallplan hat Deutschland eine Reihe konkreter Maßnahmen implementiert, um Versorgungsengpässe zu verhindern und die Resilienz des Energiesystems zu erhöhen.
Speicherfüllstandsvorgaben: Das Gasspeichergesetz schreibt verbindliche Mindestspeicherfüllstände zu bestimmten Stichtagen vor (75 Prozent zum 1. September, 85 Prozent zum 1. Oktober, 95 Prozent zum 1. November). Diese Vorgaben sollen sicherstellen, dass Deutschland mit ausreichenden Reserven in die Heizperiode startet[18].
Ausbau der LNG-Infrastruktur: Deutschland hat mit beispielloser Geschwindigkeit fünf schwimmende LNG-Terminals in Betrieb genommen (Wilhelmshaven, Brunsbüttel, Lubmin, Stade) und plant den Bau fester LNG-Terminals. Die Gesamtregasifizierungskapazität soll auf über 50 Milliarden Kubikmeter pro Jahr ausgebaut werden – deutlich mehr als der aktuelle deutsche Bedarf[19].
Diversifizierung der Lieferquellen: Die Bundesregierung hat Energiepartnerschaften mit zahlreichen Ländern geschlossen, darunter Katar, die Vereinigten Arabischen Emirate, Kanada und weitere LNG-Exporteure. Diese diplomatischen Bemühungen zielen darauf ab, langfristige Lieferverträge zu sichern und die Abhängigkeit von einzelnen Lieferanten zu reduzieren[20].
Gaseinsparungsziele: Die EU hat für ihre Mitgliedstaaten ein freiwilliges Gaseinsparungsziel von 15 Prozent gegenüber dem Durchschnittsverbrauch der Jahre 2017-2021 festgelegt. Deutschland hat dieses Ziel bereits übertroffen, wobei unklar bleibt, welcher Anteil auf bewusste Einsparungen und welcher auf konjunkturbedingte Nachfragerückgänge zurückzuführen ist[21].
Energieeffizienzmaßnahmen: Die Bundesregierung hat verschiedene Programme zur Förderung der Energieeffizienz aufgelegt, darunter verstärkte Sanierungsförderung für Gebäude, Unterstützung für den Heizungstausch und Beratungsangebote für Unternehmen und Haushalte[22].
Ersatzkraftwerkebereithaltungsgesetz: Um im Notfall Gas einzusparen, wurden stillgelegte Kohlekraftwerke reaktiviert und in eine Reserve überführt. Diese sogenannte Ersatzkraftwerke-Bereitschaftsverordnung ermöglicht es, bei Gasknappheit verstärkt auf Kohleverstromung zurückzugreifen – ein klimapolitisch problematischer, aber versorgungssicherheitstechnisch notwendiger Schritt[23].
Kritische Bewertung: Kurzfristige Erfolge, langfristige Herausforderungen
Die bisherigen Präventionsmaßnahmen haben Deutschland zweifellos vor dem Schlimmsten bewahrt. Die befürchteten Gasrationierungen im Winter 2022/23 und 2023/24 blieben aus, die Versorgungssicherheit wurde aufrechterhalten. Dennoch wirft die aktuelle Strategie mehrere grundsätzliche Fragen auf.
Klimapolitische Zielkonflikte: Der massive Ausbau der LNG-Infrastruktur steht in einem Spannungsverhältnis zu den deutschen und europäischen Klimazielen. LNG hat aufgrund der energieintensiven Verflüssigung und des Transports per Schiff einen größeren CO₂-Fußabdruck als Pipeline-Gas[24]. Zudem besteht die Gefahr von Lock-in-Effekten: Die neu geschaffene Infrastruktur wird wirtschaftlich über Jahrzehnte genutzt werden wollen, auch wenn dies dem Ziel der Dekarbonisierung widerspricht.
Preisvolatilität und soziale Folgen: Die Gaspreise sind trotz entspannter Versorgungslage deutlich höher als vor 2022 und unterliegen erheblichen Schwankungen. Dies belastet private Haushalte und die Wirtschaft gleichermaßen. Die Bundesregierung hat mit der Gaspreisbremse temporär entlastend gewirkt, doch deren Auslaufen hinterlässt viele Haushalte mit erheblichen Mehrkosten[25]. Die sozialen Folgen der Energiekrise – von Energiearmut bis zu Insolvenzen – sind noch nicht vollständig abzusehen.
Industrielle Deindustrialisierung: Die hohen Energiepreise haben bereits zu erheblichen Produktionsverlagerungen geführt. Traditionell gasintensive Branchen wie die Chemieindustrie haben Anlagen in Deutschland reduziert oder geschlossen und Investitionen ins Ausland verlagert[26]. Dieser Prozess gefährdet langfristig Arbeitsplätze und die industrielle Basis Deutschlands, ohne dass erkennbar wäre, wie diese Entwicklung umgekehrt werden könnte.
Fehlende langfristige Vision: Die bisherigen Maßnahmen sind überwiegend reaktiv und kurzfristig orientiert. Eine kohärente langfristige Strategie, wie Deutschlands Energieversorgung in 10 oder 20 Jahren aussehen soll, fehlt weitgehend. Der Ausbau erneuerbarer Energien, insbesondere von Windkraft, verläuft zu langsam, um Gas zeitnah zu ersetzen. Gleichzeitig werden massive Investitionen in fossile Infrastruktur getätigt, die mittelfristig obsolet werden müsste[27].
Europäische Koordination: Die deutsche Energiepolitik erfolgt in enger Abstimmung mit der EU, doch nationale Alleingänge bleiben problematisch. Der Wettlauf um LNG-Lieferungen zwischen europäischen Ländern treibt die Preise und schafft Verteilungskonflikte. Eine stärkere europäische Integration der Gasversorgung und gemeinsame Beschaffung könnten die Verhandlungsposition verbessern[28].
Ausblick: Zwischen fossiler Absicherung und grüner Transformation
Deutschland steht energiepolitisch an einem Scheideweg. Die unmittelbare Krise der Gasversorgung scheint überwunden, doch die strukturellen Herausforderungen bleiben bestehen. Die zentrale Frage lautet: Wie kann Deutschland seine Energieversorgung sichern, ohne langfristig neue Abhängigkeiten zu schaffen und klimapolitische Ziele zu gefährden?
Eine zukunftsfähige Strategie müsste mehrere Elemente umfassen: erstens den massiven Ausbau erneuerbarer Energien, insbesondere Windkraft onshore und offshore, um die Elektrifizierung von Wärme und Industrie zu ermöglichen. Zweitens den Aufbau einer Wasserstoffwirtschaft, die langfristig Erdgas in industriellen Prozessen ersetzen kann. Drittens die Verbesserung der Energieeffizienz durch energetische Sanierung und moderne Heiztechnologien. Viertens die Entwicklung von Speichertechnologien, um die Volatilität erneuerbarer Energien auszugleichen.
Die LNG-Infrastruktur könnte dabei eine Brückenfunktion übernehmen, wenn sie mittelfristig auf grünen Wasserstoff umgerüstet wird – technisch ist dies möglich, erfordert aber erhebliche Investitionen[29]. Entscheidend wird sein, dass Deutschland nicht erneut in eine Situation gerät, in der kurzfristige Versorgungssicherheit gegen langfristige Klimaziele ausgespielt wird.
Die sozialen Dimensionen der Energiewende müssen stärker in den Fokus rücken. Energiearmut ist keine abstrakte Gefahr mehr, sondern Realität für einen wachsenden Teil der Bevölkerung. Sozialpolitische Flankierung, gezielte Unterstützung für einkommensschwache Haushalte und eine faire Verteilung der Transformationskosten sind unerlässlich, um die gesellschaftliche Akzeptanz der notwendigen Veränderungen zu sichern.
Die Erfahrung der letzten Jahre hat gezeigt, dass Deutschland zu schnellen und entschlossenen Maßnahmen fähig ist, wenn die Krisensituation akut genug ist. Nun gilt es, diese Handlungsfähigkeit auch für die vorausschauende Gestaltung einer nachhaltigen, sicheren und bezahlbaren Energieversorgung zu nutzen – bevor die nächste Krise eine erneute Neuausrichtung erzwingt.
Quellenverzeichnis
[1] Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (2022): Versorgungssicherheit bei Erdgas. Berlin: BMWK.
[2] Bundesnetzagentur (2024): Monitoringbericht zur Gasversorgung. Bonn: BNetzA.
[3] Initiative Energien Speichern (2023): Gasspeicher in Deutschland – Bedeutung und Funktion. Berlin: INES.
[4] Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (2024): Aufkommen und Verwendung von Erdgas in Deutschland. Eschborn: BAFA.
[5] Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung (2023): LNG in Deutschland – Entwicklung und Perspektiven. Karlsruhe: Fraunhofer ISI.
[6] Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen (2024): Erdgasverbrauch in Deutschland 2021-2023. Berlin: AGEB.
[7] Institut der deutschen Wirtschaft (2023): Energieintensive Industrie unter Druck – Produktionsverlagerung als Folge der Energiekrise. Köln: IW Köln.
[8] Stiftung Wissenschaft und Politik (2023): Deutschlands neue Energieabhängigkeiten. SWP-Aktuell 2023/A 42. Berlin: SWP.
[9] Deutsche Energie-Agentur (2023): LNG-Terminals in Deutschland – Technologie und Risiken. Berlin: dena.
[10] International Energy Agency (2023): Global Gas Security Review 2023. Paris: IEA.
[11] Nord Stream AG (2022): Pressemitteilung zu den Leckagen an Nord Stream 1 und 2. Zug, Schweiz.
[12] Bundesnetzagentur (2023): Stresstest Gasversorgung – Szenarien für den Winter 2023/24. Bonn: BNetzA.
[13] Verband der Chemischen Industrie (2023): Chemiewirtschaft in Zahlen 2023. Frankfurt am Main: VCI.
[14] Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (2022): Notfallplan Gas für die Bundesrepublik Deutschland. Berlin: BMWK.
[15] Bundesnetzagentur (2022): Frühwarnstufe des Notfallplans Gas ausgerufen. Pressemitteilung vom 30.03.2022. Bonn: BNetzA.
[16] Bundesnetzagentur (2024): Alarmstufe des Notfallplans Gas aufgehoben. Pressemitteilung vom 01.04.2024. Bonn: BNetzA.
[17] Energiewirtschaftsgesetz (EnWG) § 53a: Bundeslastverteiler.
[18] Gasspeichergesetz (GasSpG): Gesetz über die Befüllung von Gasspeicheranlagen und zur Änderung weiterer Vorschriften. BGBl. I S. 810.
[19] Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (2023): LNG-Strategie der Bundesregierung. Berlin: BMWK.
[20] Auswärtiges Amt (2023): Energiepartnerschaften – Diversifizierung der Energieversorgung. Berlin: AA.
[21] Europäische Kommission (2023): Save Gas for a Safe Winter. Brüssel: EU-Kommission.
[22] Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (2024): Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG). Eschborn: BAFA.
[23] Ersatzkraftwerkebereithaltungsgesetz (EKBG): Gesetz zur Bereithaltung von Ersatzkraftwerken zur Reduzierung des Gasverbrauchs. BGBl. I S. 1214.
[24] Umweltbundesamt (2023): Klimabilanz von verflüssigtem Erdgas (LNG). Dessau-Roßlau: UBA.
[25] Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (2023): Gaspreisbremse – Evaluation und Wirkungen. Berlin: BMWK.
[26] BASF SE (2023): Geschäftsbericht 2023 – Strategische Anpassungen aufgrund der Energiekosten. Ludwigshafen: BASF.
[27] Agora Energiewende (2024): Die Energiewende in Deutschland: Stand der Dinge 2024. Berlin: Agora Energiewende.
[28] Bruegel Institute (2023): European Gas Market Coordination and Joint Procurement. Brüssel: Bruegel.
[29] Deutsche Energie-Agentur (2024): Wasserstoffwirtschaft – Von LNG-Terminals zur H2-Infrastruktur. Berlin: dena.
Gerechtigkeitspartei – Team Todenhöfer
Für eine sichere, bezahlbare und nachhaltige Energieversorgung in Deutschland
إمدادات الغاز في ألمانيا: بين النقص والاعتماد واستراتيجيات الوقاية
تحوّل إمدادات الغاز في ألمانيا منذ عام ٢٠٢٢
منذ بداية الحرب في أوكرانيا في فبراير ٢٠٢٢، شهدت إمدادات الغاز في ألمانيا تحوّلاً غير مسبوق. فما كان يُعتبر مصدراً موثوقاً وفعّالاً من حيث التكلفة للطاقة لعقود، تحوّل في غضون أشهر قليلة إلى أكبر تحدٍّ يواجه سياسة الطاقة في ألمانيا. وقد أجبر التوقف شبه التام لإمدادات الغاز الروسي، الذي كان لا يزال يُمثّل ٥٥٪ من واردات الغاز الألمانية في عام ٢٠٢١، ألمانيا على إعادة توجيه إمداداتها من الطاقة بشكل جذري.
واستجابت الحكومة الفيدرالية بحزمة شاملة من الإجراءات، تراوحت بين تسريع توسيع محطات الغاز الطبيعي المسال وإعادة تشغيل محطات توليد الطاقة التي تعمل بالفحم، وصولاً إلى مناشدات واسعة النطاق لترشيد الاستهلاك من قِبل الجمهور والشركات. وقد ساهمت هذه الإجراءات حتى الآن في حماية ألمانيا من النقص المُحتمل في الغاز، إلا أن الوضع لا يزال هشاً ويطرح تساؤلات جوهرية حول مستقبل سياسة الطاقة الألمانية.
الوضع الحالي لإمدادات الغاز: حقائق وأرقام
تعتمد إمدادات الغاز في ألمانيا حاليًا على عدة ركائز. ووفقًا للوكالة الفيدرالية للشبكات، تجاوز مستوى امتلاء مرافق تخزين الغاز الألمانية 95% مع بداية موسم التدفئة 2024/2025، وذلك نتيجةً لمتطلبات قانونية تنص على حد أدنى لمستويات الامتلاء يبلغ 80% بحلول الأول من أكتوبر/تشرين الأول . وتبلغ السعة الإجمالية لمرافق تخزين الغاز الألمانية حوالي 24 مليار متر مكعب، وهو ما يكفي نظريًا لتغطية الطلب لمدة شهرين إلى ثلاثة أشهر شتوية .
وقد تغير هيكل الاستيراد بشكل جذري. فبينما لم يعد للغاز الروسي عبر الأنابيب أي دور يُذكر، تأتي إمدادات الغاز الآن بشكل رئيسي من النرويج (حوالي 30-35%)، وهولندا (حوالي 20%)، وبشكل متزايد على شكل غاز طبيعي مسال من دول مثل الولايات المتحدة الأمريكية وقطر وموردين دوليين آخرين . ارتفعت حصة الغاز الطبيعي المسال في إمدادات الغاز الألمانية من الصفر تقريبًا عام 2021 إلى ما بين 20 و25 بالمئة، وهو تطور ملحوظ في فترة وجيزة .
انخفض استهلاك الغاز في ألمانيا انخفاضًا كبيرًا منذ عام 2022. فبينما بلغ الاستهلاك حوالي 90 مليار متر مكعب عام 2021، انخفض إلى ما يقارب 83 مليار متر مكعب عام 2022، ثم إلى حوالي 81 مليار متر مكعب عام 2023 [6]. ويعود هذا الانخفاض إلى مجموعة من العوامل، منها تدابير ترشيد استهلاك الطاقة، وتراجع الإنتاج في الصناعات كثيفة الاستهلاك للطاقة، واعتدال فصول الشتاء. وقد خفضت الصناعة، على وجه الخصوص، استهلاكها للغاز بشكل ملحوظ، ويعود ذلك جزئيًا، وإن كان ذلك جزئيًا إلى نقل الإنتاج إلى الخارج أكثر من تحسين كفاءة الإنتاج .
نقاط الضعف والاختناقات: مواطن الضعف التي لا تزال ألمانيا تعاني منها
على الرغم من نجاح إدارة الأزمة الراهنة، لا تزال هناك نقاط ضعف كبيرة في نظام إمداد الغاز الألماني. وتتمثل إحدى المشكلات الرئيسية في عدم تنويع مصادر الإمداد. فقد استبدلت ألمانيا اعتمادها على مورد رئيسي واحد (روسيا) باعتماد جديد على عدد قليل من المصادر البديلة، دون معالجة جذرية للمشاكل الهيكلية المتعلقة بالاعتماد على الاستيراد.
وتُعاني البنية التحتية للغاز الطبيعي المسال، التي تعتمد عليها ألمانيا بشكل كبير حاليًا، من مخاطرها الخاصة. فمحطات الغاز الطبيعي المسال العائمة (وحدات التخزين وإعادة التغويز العائمة)، التي تم تشغيلها في وقت قياسي، تعمل بكفاءة ولكنها عرضة للأعطال الفنية والظروف الجوية.علاوة على ذلك، تتنافس ألمانيا في سوق الغاز الطبيعي المسال العالمي مع العديد من المستوردين الآخرين، ولا سيما الدول الآسيوية، التي غالبًا ما تكون على استعداد لدفع أسعار أعلى
ومن العناصر الحاسمة الأخرى الاعتماد على طرق العبور. على الرغم من أن عمليات نقل الغاز من النرويج وهولندا تتم عبر خطوط الأنابيب، إلا أن هذه الخطوط تعبر عدة دول، مما يجعلها عرضة للتخريب، كما أظهرت انفجارات خطوط أنابيب نورد ستريم في سبتمبر 2022 بشكلٍ جليّ . وتُعدّ سعة البنية التحتية الحالية لخطوط الأنابيب محدودة، وتتطلب عمليات التوسعة سنواتٍ من التخطيط والإنشاء.
يصبح الوضع حرجًا للغاية خلال فصل شتاء طويل وبارد بشكلٍ استثنائي. تُشير حسابات نموذجية أجرتها الوكالة الفيدرالية للشبكات إلى أنه في فصل شتاء قاسٍ مع ارتفاع الطلب على التدفئة وانخفاض كميات التوريد في الوقت نفسه، قد تُستنفد مرافق تخزين الغاز بالكامل تقريبًا بحلول نهاية موسم التدفئة .في مثل هذا السيناريو، ستصبح ألمانيا معتمدة بشكل مباشر على التوريدات اليومية، دون أي احتياطي لمواجهة الأحداث غير المتوقعة.
تواجه الصناعات كثيفة الاستهلاك للطاقة - من الصناعات الكيميائية إلى مصانع الزجاج ومعالجة المعادن - تحدياتٍ خاصة. لا يُمكن إيقاف العديد من عمليات الإنتاج فجأة دون التسبب في أضرار دائمة للمعدات باهظة الثمن. في الوقت نفسه، أدى ارتفاع أسعار الغاز إلى إضعاف القدرة التنافسية لهذه القطاعات بشكلٍ كبير، مما أدى بالفعل إلى نقل الإنتاج وفقدان الوظائف .
خطط الوقاية في ألمانيا: خطة الطوارئ للغاز
تعتمد ألمانيا خطة طوارئ متعددة المراحل للغاز، وُضعت عام ٢٠١٩ استنادًا إلى لائحة الاتحاد الأوروبي بشأن أمن الإمدادات، وفُعّلت عام ٢٠٢٢ . تتضمن هذه الخطة ثلاثة مستويات تصعيد: مستوى الإنذار المبكر، ومستوى التأهب، ومستوى الطوارئ.
يُفعّل مستوى الإنذار المبكر عند وجود مؤشرات ملموسة على تدهور وضع الإمدادات. خلال هذه المرحلة، يراقب فريق متخصص الوضع باستمرار، ويُطلب من المشاركين في السوق اتخاذ تدابير مستقلة لضمان أمن الإمدادات .
يُفعّل مستوى التأهب عند حدوث انقطاع في إمدادات الغاز أو تدهور كبير في وضعها. يمكن للهيئة الفيدرالية للشبكات التدخل بلوائح تنظيمية في هذه المرحلة، إلا أن إمدادات الغاز تبقى مضمونة بشكل عام من خلال آليات السوق. فُعّل هذا المستوى في يونيو ٢٠٢٢، ولم يُرفع إلا في أبريل ٢٠٢٤
مستوى الطوارئ هو أعلى مستوى تصعيدي، ويعني أن آليات السوق لم تعد كافية لضمان الإمداد. في هذه الحالة، تتولى الوكالة الفيدرالية للشبكة، بصفتها الموزع الفيدرالي للأحمال، السيطرة المباشرة على توزيع الغاز. ويحظى العملاء المحميون -وهم في المقام الأول الأسر الخاصة والشركات الصغيرة والبنية التحتية الحيوية كالمستشفيات- بالأولوية على الصناعة.لم يُفعّل هذا المستوى بعد.
تدابير وأدوات ملموسة للوقاية من الأزمات
بالإضافة إلى خطة الطوارئ، نفّذت ألمانيا عددًا من التدابير الملموسة لمنع نقص الإمدادات وتعزيز مرونة نظام الطاقة.
متطلبات مستوى التخزين: ينص قانون تخزين الغاز على مستويات تخزين دنيا ملزمة في تواريخ محددة (75% في 1 سبتمبر، و85% في 1 أكتوبر، و95% في 1 نوفمبر). تهدف هذه المتطلبات إلى ضمان بدء ألمانيا موسم التدفئة باحتياطيات كافية.
توسيع البنية التحتية للغاز الطبيعي المسال: قامت ألمانيا بتشغيل خمس محطات عائمة للغاز الطبيعي المسال (فيلهلمسهافن، برونزبيوتل، لوبمين، ستاده) بوتيرة غير مسبوقة، وتخطط لبناء محطات ثابتة للغاز الطبيعي المسال. ومن المقرر زيادة إجمالي طاقة إعادة تحويل الغاز إلى حالته الغازية إلى أكثر من 50 مليار متر مكعب سنويًا، وهو ما يفوق بكثير الطلب الألماني الحالي .
تنويع مصادر الإمداد: أبرمت الحكومة الألمانية شراكات في مجال الطاقة مع العديد من الدول، بما في ذلك قطر والإمارات العربية المتحدة وكندا، وغيرها من الدول المصدرة للغاز الطبيعي المسال. وتهدف هذه الجهود الدبلوماسية إلى تأمين عقود إمداد طويلة الأجل وتقليل الاعتماد على موردين محددين .
أهداف توفير الغاز: حدد الاتحاد الأوروبي هدفًا طوعيًا لتوفير الغاز بنسبة 15% لدوله الأعضاء مقارنةً بمتوسط الاستهلاك خلال الفترة 2017-2021. وقد تجاوزت ألمانيا هذا الهدف بالفعل، على الرغم من أنه لا يزال من غير الواضح النسبة التي تُعزى إلى التوفير المتعمد والنسبة التي تُعزى إلى الانخفاضات الدورية في الطلب .
تدابير كفاءة الطاقة: أطلقت الحكومة الألمانية برامج متنوعة لتعزيز كفاءة الطاقة، تشمل زيادة الدعم المالي لترميم المباني، ودعم استبدال أنظمة التدفئة، وتقديم خدمات استشارية للشركات والأسر.
قانون جاهزية محطات الطاقة في حالات الطوارئ: بهدف توفير الغاز في حالات الطوارئ، أُعيد تشغيل محطات توليد الطاقة التي تعمل بالفحم والتي تم إيقاف تشغيلها، ونُقلت إلى احتياطي. يُتيح هذا القانون، المعروف باسم قانون جاهزية محطات الطاقة في حالات الطوارئ، الاعتماد بشكل أكبر على توليد الطاقة بالفحم في حال حدوث نقص في الغاز، وهي خطوة تُثير إشكاليات من منظور سياسة المناخ، ولكنها ضرورية لضمان أمن الإمدادات.
تقييم نقدي: نجاحات قصيرة الأجل، تحديات طويلة الأجل
لا شك أن التدابير الوقائية المتخذة حتى الآن قد حمت ألمانيا من أسوأ السيناريوهات. لم يتحقق تقنين الغاز المتوقع في شتاءي 2022/23 و2023/24، وحُفظ أمن الإمدادات. ومع ذلك، تُثير الاستراتيجية الحالية العديد من التساؤلات الجوهرية.
تعارضات سياسات المناخ: يتعارض التوسع الهائل في البنية التحتية للغاز الطبيعي المسال مع أهداف المناخ الألمانية والأوروبية. فبسبب كثافة استهلاك الطاقة في عملية التسييل والنقل البحري، يُخلّف الغاز الطبيعي المسال بصمة كربونية أكبر من الغاز المنقول عبر الأنابيب . علاوة على ذلك، ثمة خطر من آثار التقييد: إذ ستُستخدم البنية التحتية المُنشأة حديثًا اقتصاديًا لعقود، حتى وإن كان ذلك يتعارض مع هدف خفض الانبعاثات الكربونية.
تقلبات الأسعار والتبعات الاجتماعية: على الرغم من تحسن وضع الإمدادات، فإن أسعار الغاز أعلى بكثير مما كانت عليه قبل عام 2022، وتخضع لتقلبات كبيرة. يُثقل هذا كاهل الأسر والشركات على حد سواء. وقد وفّر سقف أسعار الغاز الذي فرضته الحكومة الألمانية راحة مؤقتة، إلا أن انتهاء العمل به يُلقي بالعديد من الأسر بتكاليف إضافية باهظة . ولا تزال التبعات الاجتماعية لأزمة الطاقة - من فقر الطاقة إلى الإفلاس - غير قابلة للتنبؤ بشكل كامل.
التراجع الصناعي: أدت أسعار الطاقة المرتفعة بالفعل إلى تحولات إنتاجية كبيرة. فقد قلصت الصناعات كثيفة الاستهلاك للغاز، مثل الصناعات الكيميائية، حجم مصانعها في ألمانيا أو أغلقتها، ونقلت استثماراتها إلى الخارج.وتُهدد هذه العملية الوظائف والقاعدة الصناعية الألمانية على المدى الطويل، دون وجود أي سبيل واضح لعكس هذا الاتجاه.
غياب الرؤية طويلة الأجل: تتسم الإجراءات الحالية بردود فعلها وتوجهها نحو المدى القصير. ويفتقر الوضع إلى استراتيجية متماسكة طويلة الأجل تُحدد شكل إمدادات الطاقة في ألمانيا خلال 10 أو 20 عامًا. ويتقدم التوسع في استخدام الطاقات المتجددة، وخاصة طاقة الرياح، ببطء شديد بحيث لا يُمكنه استبدال الغاز في المستقبل القريب. وفي الوقت نفسه، تُضخ استثمارات ضخمة في البنية التحتية للوقود الأحفوري التي يُتوقع أن تصبح قديمة على المدى المتوسط.
التنسيق الأوروبي: تُنسق سياسة الطاقة الألمانية بشكل وثيق مع الاتحاد الأوروبي، إلا أن الإجراءات الوطنية الأحادية لا تزال تُشكل إشكالية. ويؤدي التنافس على إمدادات الغاز الطبيعي المسال بين الدول الأوروبية إلى ارتفاع الأسعار وخلق نزاعات توزيعية. قد يُحسّن التكامل الأوروبي الأوسع لإمدادات الغاز والمشتريات المشتركة موقف ألمانيا التفاوضي.
آفاق مستقبلية: بين أمن الوقود الأحفوري والتحول الأخضر
تقف ألمانيا اليوم على مفترق طرق في سياستها الطاقية. يبدو أن أزمة إمدادات الغاز الحالية قد تم تجاوزها، لكن التحديات الهيكلية لا تزال قائمة. السؤال المحوري هو: كيف يمكن لألمانيا تأمين إمداداتها من الطاقة دون خلق تبعيات جديدة طويلة الأجل وتعريض أهداف سياسة المناخ للخطر؟
يجب أن تتضمن استراتيجية مستدامة عدة عناصر: أولًا، التوسع الهائل في استخدام الطاقات المتجددة، لا سيما طاقة الرياح البرية والبحرية، لتمكين كهربة التدفئة والصناعة. ثانيًا، تطوير اقتصاد الهيدروجين القادر على استبدال الغاز الطبيعي في العمليات الصناعية على المدى البعيد. ثالثًا، تحسين كفاءة الطاقة من خلال تجديد المباني وفقًا لمعايير كفاءة الطاقة وتطبيق تقنيات التدفئة الحديثة. رابعًا، تطوير تقنيات تخزين الطاقة للتعويض عن تقلبات الطاقات المتجددة.
يمكن أن تلعب البنية التحتية للغاز الطبيعي المسال دورًا محوريًا إذا ما تم تحويلها إلى الهيدروجين الأخضر على المدى المتوسط - وهذا ممكن تقنيًا، ولكنه يتطلب استثمارات ضخمة.وسيكون من الأهمية بمكان ألا تجد ألمانيا نفسها مجددًا في موقف تُوضع فيه أمن الإمدادات على المدى القصير في مواجهة أهداف المناخ طويلة الأجل.
يجب إيلاء مزيد من الاهتمام للأبعاد الاجتماعية لانتقال الطاقة. لم يعد فقر الطاقة تهديدًا نظريًا، بل أصبح واقعًا ملموسًا لشريحة متنامية من السكان. ويُعد دعم السياسات الاجتماعية، وتقديم مساعدات موجهة للأسر ذات الدخل المنخفض، والتوزيع العادل لتكاليف التحول، أمورًا أساسية لضمان قبول الرأي العام للتغييرات الضرورية.
أظهرت التجارب في السنوات الأخيرة أن ألمانيا قادرة على اتخاذ إجراءات سريعة وحاسمة عند اشتداد الأزمات. والآن، من الضروري استغلال هذه القدرة على العمل بشكل استباقي لتشكيل إمدادات طاقة مستدامة وآمنة وبأسعار معقولة - قبل أن تُجبر الأزمة القادمة على إعادة توجيه أخرى.